Die Turbulente Anreise / Turbulentní příjezd

Nach der Schule im Autotumult zum Bahnhof; Allein im Menschenauflauf. Ich halte Ausschau nach Martin; Ich beobachte die leeren Gesichter der Reisenden. Ein, zwei stechen mir ins Auge, doch zack und sie sind weg. Der Auflauf wird von kleinen Zügen aus den hintersten Ecken des kleinsten Orbanidums gefressen.
Lärm, Stille, Tumult, Leere.
Schweigen.
Ein Zug. Tumult, Auffuhr, Auflauf, Reisende; zack und weg.
Wo ist Martin?
Dieser Zug war wohl gegen Martinauflauf allergisch…
Ich stehe, atme, rieche, sehe … nichts.
Ich warte. Wo ist Martin?
Der nächste Auflauf: Tumult, Auffuhr, Reisende; zack und weg.
Wo ist Martin? Ich warte.
Rosalin auf der Tonspur: Ticket kaufen & kommen. Kein Geld. Wie ein nach alter Milch stinkender Heimatloser auf der Suche nach Traubenblut, suche ich Geld, ein Euro noch, dann geht’s nach Nürnberg. Geschafft.
Ein neuer Zug: Tumult, Auffuhr, Auflauf, Reisende. Mein Zug. Ich betrete ihn und nehme Platz. Dieser Zug ist voll, voll mit Stress, Unruhe, Leistungsdruck. Hier jemand lernend, dort jemand mit mobilen Rechner arbeitend.
Ich nehme Platz, will meinen Stuhl zur Insel der Ruhseeligkeit in diesem Ozean der Leistungsgesellschaft machen. Ich nehme Platz und atme, ich lasse den Sauerstoff in meine Lungenflügel strömen und atme.
Stille im Tumult.
Ein Fetzen Wasser. Blub. Noch einer. Blub. Blub.
Ein kleiner Fetzen, nur Wasser, stört mein Atmen, meine Insel. Dieser kleine Fetzen Wasser ist die Flutwelle auf meiner Insel der Ruhseeligkeit.

„Wir erreichen nun Nürnberg Hauptbahnhof.“

Jetzt bin ich der Tumult, die Auffuhr, der Auflauf, die Reisenden, die Nürnbergs Zugparkplatz überfluten. Jetzt in die Kellerzüge: mehr Stress, mehr Hektik, mehr Angriffe meiner Ruhseeligkeit.

Ab zum Ei“
Da! Im Fensterglas die Rosalin mit ihren kreativen Schülern, ich komme zu ihnen und bin am Ziel meines Reisetumults angelangt.

 

- Valentina Eimer, Mitgliederin des Čojčland Netzwerkes

 

V textu jde o můj (jako vždy) turbulentní příjezd. Původně bylo v plánu, že pojedu s Martinem, ale ten se nějak nedostavil...

Popisuji hektiku na nádraží a ve vlaku a to, ja přeci jsem dorazila.

Text bodužel nebylo možné přeložit, protože jsem si pro něj vybrala velice neobvyklý styl se spoustou vlastních vynalezených slov. A to je škoda.

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