Erarbeitung eines zweisprachigen Theaterstücks am Beispiel der Čojč kumpanie

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Einleitung

Das čojč* (*sprich:tscheutsch) Theaternetzwerk Böhmen Bayern gründete Januar 2017, unter der theaterpädagogischen Leitung von Eleanora Allerdings, ein Jugend-Theater-Ensemble mit dem Namen „Čojč kumpanie“. Dieses Ensemble traf sich vor der Premiere, die im Mai 2017 in Pilsen stattfand, an insgesamt vier Probenwochenenden, wovon zu drei dieser Probenblöcke ExpertInnen eingeladen wurden: Roman Horák am zweiten Wochenende als Experte für Rhythmus, Martin Ellrodt am dritten Wochenende als Geschichtenerzähler und Linda Straub am vierten Wochenende als Expertin für Rollenarbeit und als Unterstützung bei den Endproben.
Ziel des Projekts war es, ein interaktives, zweisprachiges Theaterstück aufzuführen, dessen halboffene Form für die meisten Teilnehmenden zunächst Neuland war. Natürlich stelle sich die Frage, wie man in an nur vier Wochenenden ohne eine klassische Regie zu einem solch hoch gesteckten Ziel kommen kann.
Im folgenden sind die Methodenprotokolle der vier Probenblöcke mit jeweils einer kurzen Zusammenfassung der Zielsetzung des Wochenendes zu finden. Im Anschluss wurden einige Szenen aus dem fertigen Stück heraus gegriffen, kurz beschrieben und erläutert, welche Teile der Szene an welchen Stellen im Prozess entwickelt wurden.
Das im folgenden beschriebene Vorgehen kann als Beispiel für einen theaterpädagogischen Prozess im interkulturellen Bereich angesehen werden und soll der Reflexion dienen.

erstes Wochenende 20.-22.01.2017

Zielsetzung

Der Schwerpunkt des ersten der vier Probenwochenenden lag auf der Entwicklung einer produktiven Gruppendynamik. Da sich viele der Teilnehmenden noch nicht kannten, wurde durch das Schlafen in einem großen Schlafraum, das gemeinsame Kochen und einige Spiele zum Kennenlernen eine gemütliche Atmosphäre geschaRankingffen, die zur Teamarbeit einlud. Darauf aufbauend wurden einige Trainings durchgeführt, die die Gruppenwahrnehmung und Zusammenarbeit schärfen sollen. Neben diesen Hauptzielen des Wochenendes, wurden außerdem Grundbausteine für einige Schlüsselszenen gelegt, die zu diesem Zeitpunkt sehr offen gehalten wurden, was einen kreativen Einstieg in die Thematik des Projekts ermöglichte.

Freitag, der 20.01.2017
Warm-Up und Kennenlernen:

Ballspiel:
Alle stehen im Kreis, es wird ein Ball geworfen. Vor dem Werfen klopft man mit dem Ball auf die eigene Brust und sagt den eigenen Namen und beim Werfen den Namen der Person, zu der man den Ball wirft.
Dann geht die Gruppe im Kreis in eine Richtung und behält die Abstände zwischen einander bei, während das Werfen, Fangen und Namenrufen weitergeht. Fängt jemand den Ball nicht, warten alle im Freeze und gehen gemeinsam in die andere Richtung wieder los, sobald der Fänger so weit ist.
Wenn das etabliert ist kann sich die Kreisstruktur lösen und alle Teilnehmenden können kreuz und quer durch den Raum gehen, während der Ball geworfen wird.
Später können mehrere Bälle hinzukommen, mit denen gleichzeitig geworfen wird.
Dann: Wenn Jemand einen Ball fallen lässt, frieren alle ein und die Person, die den Ball nicht gefangen hat, spielt ein kleines Solo beim Ball Aufheben, ruft dann „Kumpanie Marsch“ und es geht weiter.
Kleines Sprachtraining mit Essen:
Alle nehmen sich eine Salzstange und bringen sie auf eine Größe, die gerade so in den Mund passt. Dann wird die Salzstange senkrecht zwischen Ober- und Unterkiefer eingespannt, sodass der Mund weit aufgestreckt bleibt. Reihum im Kreis sagt jedeR einen Satz und es wird so eine kleine Unterhaltung geführt.

Löffelchoreographie
Im Kreis:
Zunächst üben die Teilnehmenden, einen Suppenlöffel von der einen Hand zur Anderen zu werfen.
Dann wird geübt, die Löffel synchron von der rechten zur linken Hand (1) und zurück (2) zu werfen.
(3) JedeR gibt den eigenen Löffel der rechten Nachbarin bzw dem Nachbarn und nimmt (4) den Löffel an, der von links kommt. Dieser Vorgang wird auch synchron geübt.
Anschließend werden Möglichkeiten entwickelt, den Löffel von der linken in die rechte Hand zu nehmen, sodass diese kleine Choreographie von vorne beginnen kann.
(5) Variante A: Die Hände treffen sich hinterm Rücken und übergeben den Löffel und (6) halten den Löffel rechts neben sich hoch.
Variante B: (5) Man dreht sich nach links um 360° und während der Drehung wird der Löffel übergeben. (6) hält man den Löffel wieder rechts neben sich hoch.
Variante C: Freestyle: JedeR darf sich eine eigene Variante ausdenken, die eine kleine Herausforderung darstellt. (5-6)
Erst wird eine Variante vorgegeben, dann darf sich jedeR bei jedem Durchgang spontan entscheiden.
Löffel Duos:
Es werden Zweiergruppen gebildet, die Aufgabe ist, mit 2 Löffeln an einem Tisch eine Choreographie zu entwickeln.
Nachdem alle Gruppen ihre Choreographie vorgestellt haben, können noch einige Verbesserungsvorschläge gemacht werden, oder, wenn zwei Choreographien gut zusammen passen, können diese verbunden werden.
Zusammensetzen:
Erst machen alle zusammen die Grundchoreographie im Kreis.
Zu einem beliebigen Zeitpunkt kann eine Gruppe/ oder auch mehrere den Kreis verlassen, ihre Choreographie an einem der Tische ausführen und wieder zum Kreis zurückkehren.
So geht die Choreographie in Endlosschleife weiter.

Soli:
Alle Teilnehmendenl können sich verschiedene Requisiten aussuchen, die mit Essen zu tun haben. Auf dem Tisch liegen z.B. Löffel, Messer, Sparschäler, Bananen, Äpfel, Mandarinen, Chips, etc
Die Aufgabe ist, ein Solo zu entwickeln, bei dem möglichst nicht, oder wenig, gesprochen wird.
Präsentation der Soli.

INFO zum Aufführungskonzept von Seiten der Projektleitung: Konzept für die interaktive Aufführung ist die Rahmenhandlung in einem „Lieferservice“: alle Figuren arbeiten in diesem Lieferservice, es gibt da quasi Charaktere und Szenen „auf der Bühne“ zu sehen. Auf den Tischen der Zuschauer liegen „Speisekarten“ aus, die Gerichte auf der Speisekarte bezeichnen Szenen/Aktionen, die dann, nach der Bestellung, direkt an den Zuschauertischen ausgeführt werden oder an anderen Orten im Saal. Auf der Speisekarte steht auch eine Telefonnummer, die direkt zur „Telefonistin“ auf der Bühne, im Lieferservice verbindet. Die Figuren im Lieferservice werden noch gemeinsam entwickelt . Die Zuschauer werden nach Befragung durch die Spieler beim Einlass an 4-5 Tische zu max. 8 Personen verteilt, alle Zuschauer/Gäste bekommen ein Kostümteil, eine Nelke fürs Knopfloch oder eine Serviette/ irgendwann gibt es auch einen Wettbewerb für die Zuschauer, so was wie: welcher Tisch schafft es, das schönste Dorf aus Bierdeckeln auf seinem Tisch zu errichten? / Es wäre auch schön, wenn alle tatsächlich etwas zu essen bekommen würden.


Samstag, der 21.01.2017
körperliches Warm-Up:

Im Kreis:
Mit beiden Händen erst den Rücken, dann die Hüften, den Po und Arme und Beine wach klopfen.
Die rechte Hand auf die Stirn legen und den Kopf gegen Widerstand unter der Hand weg (nach links) drehen, den rechten Arm nach rechts austrecken.
Das gleiche mit der linken Hand.
Der Kreis wird etwas kleiner, die Arme werden erst nach oben ausgestreckt, dann berühren die eigenen Handflächen die der Nachbarn, es wird ein wenig Druck ausgeübt und dann wieder losgelassen.
Das Gleiche mit den Handrücken.

Yogaübung – die 8 Richtungen der Wirbelsäule:

Alle stehen im Kreis und führen die folgenden Bewegungen gemeinsam aus:
Die Arme (bzw den ganzen Körper) nach oben strecken, leicht nach hinten beugen
Zurück zur Mitte kommen
beim Ausatmen die rechte Flanke öffnen, indem man sich nach links beugt, Arme links seitlich über den Kopf ziehen
dann das Selbe mit der anderen Seite.
Dann wieder zur Mitte ausrichten und die Ellenbogen gegen einen imaginären Widerstand nach unten drücken (die Unterarme bleiben nach oben gerichtet)
Dann wieder zur Mitte ausrichten und die Ellenbogen gegen einen imaginären Widerstand nach unten drücken (die Unterarme bleiben nach oben gerichtet)
Die Arme seitlich austrecken, Handflächen zeigen nach vorne. Den Oberkörper nach vorne beugen, sodass dieser im rechten Winkel zum Boden ist. (der Tisch)
Das rechte Knie beugen, dadurch kommt die rechte Hand zu Boden, die linke nach oben Richtung Decke ziehen, der Körper ist verdreht
Wieder zurück „in den Tisch“ , dann zur anderen Seite wiederholen
Den Rücken krümmen und so tun als würde man eine große Kugel auf dem Rücken halten, Ellbogen seitlich rund, Handflächen zeigen nach hinten/oben, Kopf eingerollt („Schildkröte“)
Vom Brustbein aus den Kopf aufrollen, mit den Händen am Boden nach vorne „laufen“, Wirbelsäule wird konkav (Bauch zum Boden hin) die Knie weich werden lassen und die Person gegenüber im Kreis anlächeln

Begegnungen:
Die Gruppe geht durch den Raum und wenn man sich trifft, führt man eine der folgenden Aufträge
aus. Diese werden nacheinander angesagt. Wichtig ist AUGENKONTAKT!
gleichzeitig zusammen hochspringen und „Ha!“ rufen
einander mit einer Handflächen leicht auf das Brustbein drücken
mit dem Zeigefinger zwischen die Augen auf die Stirn tippen
einander am Unterarm festhalten und gemeinsam drehen, die Schultern bleiben dabei
zueinander ausgerichtet, Augenkontakt halten
einen Arm nach oben strecken, diesen hinter den Rücken (mit dem Daumen nach oben) halten, dann sich mit dem Daumen voran ausdrehen und sich zum Arm drehen –Körper weiterdrehen, bis man sich wieder gegenüber steht und die Hand schütteln kann.
von hinten die Schulter antippen – vordereR PartnerIn setzt sich auf das Knie des/der
hinteren und gleitet auf den Boden, dieseR rollt einmal auf dem Boden und der/die
PartnerIn hilft dann beim Aufstehen.
Nachdem alle Varianten ausprobiert wurden, entscheidet jedes Paar beim Treffen spontan, welche Begegnungsform es ausführen will.


Choreographie „Rhythmus-Kompass“ :
Im Kreis:
Gemeinsam werden im Rhythmus, erst langsam, dann zunehmend schneller, folgende Aktionen durchgeführt: 2x mit den Handflächen auf Brust schlagen, 1x Klatschen, 2x mit den Handflächen auf Brust, 1x Schnipsen, 2x Handfläche auf Brust, 2x mit den Handflächen auf die Oberschenkel schlagen. Nach dem 3.Schlag ist jeweils eine kleine Pause.
Dann wird ein Schritt nach vorne gesprungen und das Ganze wiederholt.
Nach diesem Durchgang wird wieder nach hinten, dann nach rechts und dann nach links gesprungen, usw.

Übungen zur Gruppenwahrnehmung:
Flechten:
Die Gruppe teilt sich in Dreiergruppen auf.
Die Teilnehmenden jeder Gruppe stellen sich vor zu flechten: JedeR ist ein Faden und immer ein äußerer, mit dem gerade nicht geflochten wurde, muss durch die Mitte.
In der einfachen Version ist jede Gruppe für sich und alle schauen zunächst immer nur in eine Richtung.
Beherrscht die Gruppen das Vorgehen, kann in alle Richtungen geschaut werden beim Gehen.
Dann können alle Gruppen gleichzeitig im selben Raum „flechten“.
Funktioniert das, wird die Aufgabe gestellt, sich nur auf jemanden aus der anderen Gruppen zu fokussieren und die eigenen Gruppenmitglieder nicht direkt anzusehen.
Außerdem besteht die Möglichkeit für die Teilnehmenden, zwischendrin beliebig lange stehen zu bleiben.
Schwarm:
Alle Teilnehmenden stellen sich in einen Haufen und bilden einen Schwarm.
Alle Gesichter/Körper weisen in die gleiche Richtung
Der Schwarm kann durch die freien Flächen laufen und wirkt als ein Ganzes.
Wenn der Schwarm die Richtung wechselt, gibt Jemand anderes die Richtung an (wer gerade vorne ist).
JedeR kann prinzipiell immer anführen.
Der Schwarm kann sich teilen und wieder zusammen kommen.
Kurze Reflexion

Erzähltraining:
Getränke/Essen Beschreiben:
Im Sitzkreis beschreibt jedeR ein Getränk oder ein Gericht.
Dabei ist auf verschiedene Dinge zu achten:
Was ist es?
Wie fühlt es sich im Mund an? -> prickelnd, kühl, warm/erwärmend, …
Geschmack? -> süß, sauer, fruchtig, bitter, …
Farbe? -> klar, gelb, orange, gold, weiß, …
Woraus trinkt man es? -> Flasche, Glas, Plastikbecher
Insgesamt: sinnliche Aspekte
Wo trinkt man es? -> Kneipe, Fest, Zuhause,…
Auftrag an die, die gerade nicht beschreiben: genaues Beobachten:
Wie ist die Gestik und Mimik beim Beschreiben?
Wie verändert sich die Stimme? -> Langsam, schneller, höher, tiefer, betonter, …
Reihum-Geschichte:
Vorgabe: Im Theater nie sagen, dass alles nur Illusion oder ein Traum ist! Geschichten sollen für den Zuschauer immer real sein.
Zusammen wird eine Geschichte erzählt, jedeR sagt ein wenig dazu, dann ist die nächste Person an der Reihe.
Die Leitung stellt ggf. Fragen, um die Handlung voran zu treiben oder sie verständlicher zu machen:
Wie sieht der Raum aus?
Was geschieht hier? (z.B. Fest, Taufe, …)
Um wen geht es?
Welche Gäste kommen?
Gibt es Geschenke?
Ein erster Konflikt?
Ausartung des Konflikts?
Wird es ein Nachspiel geben oder eine Versöhnung?
3-Satz-Geschichte:
Immer eineR in der Gruppe sagt einen Satz, die nächste Person erzählt die Geschichte weiter:
- 1. Satz: Jemand tut etwas (z.B. Der Bauer sucht seine Kuh)
- 2. Satz: Störung (z.B. Doch er findet sie nicht)
- 3. Satz: Auflösen des Problems (z.B. Sie ist dem Bauern wohl entwischt)

5-Satz-Geschichte:
Das gleiche Vorgehen wie bei der 3-Satz Geschichte.
- 1. Satz: Jemand tut etwas (z.B. Der Bauer sucht seine Kuh)
- 2. Satz: Störung des Geschehens (z.B. Doch er findet sie nicht)
- 3. Satz: Verschärfung der Störung (z.B. Seit Tagen hört er nun kein „Muh“)
- 4. Satz: Auflösen des Problems (z.B. Sie ist dem Bauern wohl entwischt)
- 5. Satz: Moral von der Geschicht‘ (z.B. Als Bauer, mach lieber das Scheunentor zu)

Kartoffel-Picknick
Um eine Picknickdecke wird ein Halbkreis auf Stühlen gebildet. Die Decke darf nicht mit den Füßen berührt werden!
JedeR erhält ein kleines Messer oder einen Sparschäler.
Reihum wird eine Geschichte erzählt.
Während man spricht, schält man eine Kartoffel. Die Schüssel mit den Kartoffeln wird immer vom Nachbarn gehalten. Die Schüssel für die fertig geschälten Kartoffeln steht in der Mitte. Man darf nur beim Schälen sprechen.
Es wird ein Thema genannt über das gesprochen wird, dann wird, eine Reihum-Geschichte erzählt.
Danach eine kurze Reflexion

Stadtspaziergang


Überblick/ Zusammentragen aller bisher entwickelten Szenen/Materialien, Besprechen möglicher Verknüpfungen

Suppenkaspar („Nichts/Nic“):
Es wird eine cojce Version vom Suppenkaspar ausgeteilt, die zunächst Strophe für Strophe gemeinsam gelesen wird.
Dann gehen eine deutsche und eine tschechische Person zusammen und üben gemeinsam den Text und klären ggf. Verständnisprobleme.
Im Kreis wird der Text wieder gemeinsam gesprochen, dieses Mal mit Fokus auf die Betonung und die Emotion beim Sprechen.
Es werden „Tutti“ und „Soli“ vereinbart und klare Pausen und Tempi gesetzt.

Besprechung der Rahmenhandlung „Lieferservice“:
Brainstorming: Was wird gebraucht? Welche Figuren? Welche Requisiten?
Brainstorming in Kleingruppen: Zu jeder Figurengruppe sollen konkrete Handlungen gefunden werden.
Präsentation der Ergebnisse und Besprechung.
Abends:
Erstellen von Halbmasken aus Gips für alle SpielerInnen

Sonntag, der 22.01.2017
Warm-Up:
Im Raum verteilt tanzen
Im Kreis: Yogaübung die 8 Richtungen
Tái Chi Sequenz
Wiederholung der Choreographie „Rhythmus-Kompass“
Bewegungsquadrat:
Die Gruppe stellt sich im Quadrat auf, wobei alle in eine Richtung blicken.
Die Person an der Spitze bewegt sich während alle Anderen versuchen, die Bewegungen zu spiegeln.
Nach einiger Zeit wird die Richtung, in die alle schauen, um 90° gedreht und eine andere Person führt.
Die Teilnehmenden innen im Quadrat können mit den Teilnehmenden in den Ecken tauschen

Zwei Beispiel-Geschichten werden vorgelesen und besprochen, es geht um THEMEN, die im Stück vorkommen sollen.
Hier: Grimms Märchen „der süße Brei“ und die viel längere Version von Janosch, mit straker Klimax Richtung „Gier“.

Geschichte-Szenen:
Die Teilnehmenden können alleine oder zu zweit arbeiten und haben die Aufgabe, eine kleine Geschichte zu erzählen (die sie entweder kennen oder auch frei erfinden) und eine Handlung, die mit Essen zu tun hat, währenddessen auszuführen.
Zeigen, Besprechen, Hinweise zum Verfeinern/Verbessern
Erzählen von peinlichen Geschichten, die mit Essen zu tun haben

Zweites Wochenende 10.-12.02.2017
Zielsetzung
Beim zweiten Probenblock wurde zunächst, ähnlich wie beim ersten, Wert darauf gelegt, die Gruppe als solche zu stärken, so wurden beim täglichen Training Übungen zur Gruppenwahrnehmung durchgeführt. Außerdem wurden weitere Grundbausteine für das fertige Stück gelegt, wie die Pizzaszenen oder Dinge wie Motto und Name des Lieferservices. Letzteres geschah mit Hilfe des Experten, der als Spezialist für Rhythmus der Gruppe half, forschend einen gemeinsamen und einen Rhythmus für die Rahmenhandlung des Stücks zu finden.

Freitag, der 10.02.2017
Sprachanimation: Tisch decken
Alle stehen in einer Reihe, sodass immer abwechselnd ein Deutscher und ein Tscheche nebeneinander stehen.
Der Tisch wird mit Sachen gedeckt, die in der Reihe von der ersten Person bis zu der letzten weitergegeben werden.
Die erste Person nimmt eine Sache (Besteck, Essen, Teller), sagt in der eigenen Sprache, was das ist, und gibt es der nächsten Person in der Reihe.
Jede Person wiederholt das Wort der vorherigen Person und sagt dann das Wort in seiner Muttersprache und gibt es wiederum weiter.

Warm-up
• Alle stehen im Kreis, die Augen sind zu.
Zunächst die Augen mit Händen zudecken, sich entspannen, dann mit Händen über das Gesicht streichen, gähnen.
Den Hals sanft massieren, auf den Kopf mit Fingern klopfen, die Haare nach hinten ziehen.
Langsam die Augen öffnen.
Die Schultern mit der Faust abklopfen.
Sich vorbeugen und mit den Händen entlang der Wirbelsäule den Rücken abklopfen, die Stimme schwingen lassen.
Die Beine aufwecken:
außen und außen von oben nach unten klopfen (3x)
hinten von oben nach unten, innen von unten nach oben (3x)
Brust abklopfen, weiche Fäuste, Stimme rauslassen.
Die Augen reiben.
Zu zweit gegenseitig den Rücken massieren:
Nieren reiben
die Rückseite des Beins nach unten ausstreichen, dabei die Ferse zum Boden ziehen
über die Fußrücken zur Spitze streichen als ob man die Schnürsenkel aufmachen wollte
die Knie weich mit den Händen massieren
sich dicht hinter den Partner stellen und mit den Händen über das Brustbein und die Schultern streichen
den Partner von hinten an den unteren Rippen mit den Händen fassen, Daumen sind hinten – gemeinsam gehen, es wird sich wie schweben anfühlen, dann den Schwebenden alleine gehen lassen
durch den Raum laufen und dann Rollentausch

Löffel Choreografie
Erst ohne Musik, alle stehen im Kreis.
Jeder hat einen Löffel und die Choreografie vom vergangenen Wochenende mit den Löffeln wird im Kreis geprobt, danach in einer Linie.
Mögliche Kostüme werden gezeigt und von den Schauspielern gewählt.
Danach wird die Choreografie mit Musik geprobt.

Geschichten: Pizza Szenen an den Tischen
Die Teilnehmer arbeiten in Paaren, sodass immer ein Deutscher und ein Tscheche zusammen sind. Jedes Paar denkt sich eine Geschichte aus, die sie danach an den Tischen als Angestellte des Lieferservices zusammen (auf Deutsch und Tschechisch) erzählen. In der Geschichte geht es um Pizza vorbereiten/essen.
Die Paare schreiben die Szenen auf.
In den Szenen spricht jeder in seiner Muttersprache um improvisieren zu können, aber beide müssen wissen, wovon der andere spricht.
Bei der Präsentation sitzen alle anderen an den Tischen und spielen die Zuschauer. Die Szenen fangen mit der Ankunft des Spielerpaares an – sie setzen sich mit eigenen Stühlen an den Tisch und fangen an zu erzählen.
Szenen:
In jeder Szene arbeitet man mit Pizzakartons (z.B. bekommen die Zuschauer ungefaltete Pizzakartons, die sie dann zusammenfalten sollen).
Die Paare spielen die Szenen an verschiedenen Stellen am Tisch:
beide an einem Ende des Tisches
jeden an einer Seite
beide am Tisch zwischen den Zuschauern
Tipps:
Die Teilnehmer sollen darauf achten, dass die Zuschauer zuhören.
Am Ende der Geschichte muss man sich verabschieden, damit das Publikum weiß, dass die Szene zu Ende ist.
In den Szenen ist es besser, wenn sich die zwei Erzähler gegenseitig ergänzen, nicht das gleiche in beiden Sprachen sagen. Es wäre für die Zuschauer langweilig, falls sie beide Sprachen verstehen.
Es ist wichtig die Charaktere der Figuren zu definieren. Man kann verschiedene Temperamente verwenden und die Beziehung zwischen den Figuren klarmachen.


Experte Roman Horák:
Alle TeilnehmerInnen im Kreis: überlegen/erforschen:
den Namen des Lieferservices, (Klangfarben der Namensvorschläge)
wie man Pizzakartons als Instrument verwenden kann,
wie man mit Pizzakartons als Material arbeiten kann (es fliegt, macht Geräusche, Wind).


Samstag, der 11.2.2017

Warm-up
Yogaübung - die 8 Richtungen der Wirbelsäule

Gleichgewicht
Alle stehen im Kreis.
Der ganze Körper ist entspannt. Man steht an einer Stelle und macht Bewegungen nach vorne und nach hinten mit dem ganzen Körper, als ob man schaukeln würde. Das Gewicht ist auf den Spitzen, wenn man sich nach vorne bewegt, auf den Fersen, wenn nach hinten. Bei der Bewegung nach vorne sind die Beine angewinkelt und die Arme heben sich leicht nach oben, die Handflächen zeigen nach oben – man spürt den Luftzug zwischen den Fingern, als ob sie durch Wasser gleiten würden. In dem Moment, wenn es nicht weiter nach vorne/oben geht, wendet man die Hände, so dass die Handflächen nach unten zeigen, und man bewegt sich nach hinten.
Die Teilnehmer versuchen die Gruppe zu spüren und diese Bewegung zusammen zu machen.

Quadrat Übung
Die Teilnehmer formen ein großes Quadrat, so dass eine Person an jeder Ecke steht, zwischen zwei Ecken steht immer eine Person, die übrigen bleiben in der Mitte.
In der Anfangsposition schauen alle in dieselbe Richtung – sie schauen zu einer Person, die an einer vor den Ecken steht. Diese Person schaut nach vorne, sodass die andere ihre Bewegungen von hinten sehen und folgen können.
Die Person, die ganz vorne ist, leitet die ganze Gruppe - macht Bewegungen, die anderen machen sie ihr nach.
Die Leitung ändert sich, wenn sich die Person an der Spitze um 90°/180° dreht – der, der jetzt an der Spitze ist, führt mit eigenen Bewegungen.
Die Teilnehmer an den Spitzen wechseln ihre Plätze unauffällig, so dass jeder mindestens einmal versucht die anderen zu führen.

Raumlauf
Alle gehen durch den Raum:
gleich schnell
in unterschiedlichen Richtungen
entspannt
Eine Person leitet die Gruppe, aber macht mit.
Beim Laufen grüßen sich die Teilnehmer mit Augenkontakt und schauen, mit wem sie noch nicht Augenkontakt hatten.
Wenn die Leitung „freeze” sagt, bleiben alle stehen.

Achtsam laufen. „Don’t make noise, but sound.“

Wenn es so aussieht, dass man mit einem Menschen zusammenstößt, soll man einfach die Richtung ändern und weiterlaufen, nicht stehen bleiben.
Die Leitung macht die Anweisungen komplexer:
„Eins/jedna“ = Man ändert die Richtung ganz schnell (danach aber keine Pause machen, sofort weitergehen). Die Hüfte gibt den Impuls.
„Zwei“ = Alle springen auf einmal hoch, nicht laut, sondern wie Katzen.
„Drei“ = Alle klatschen gemeinsam.
„Vier“ = Alle sagen gemeinsam „Hey“.
Die ganze Zeit den Augenkontakt mit anderen halten.
Eine neue Anweisung kommt:
Wenn die Leitung klatscht, sollen die Teilnehmer so laufen, dass sie eine Schlange formen und weiterlaufen – die/der Erste führt.
Wieder klatschen = die Schlange löst sich auf.
Gleichgewicht in Paaren
Die Teilnehmer formen Paare und stehen so, dass sie einander gegenüberstehen – der Körper ist weich.

In dieser Übung geht es darum, den Impuls ohne Nachdenken anzunehmen.
Man versucht den Partner (mit Energie!) aus dem Gleichgewicht zu bringen indem man ihn anstößt.
Die Füße müssen am Boden bleiben, ideal ist es, schulterbreit zu stehen.
Danach Partnerwechsel.

Rhythmusübung
Alle Teilnehmer stehen im Kreis.
Der Bass = alle bewegen sich zusammen im gleichen Rhythmus, man geht quasi auf der Stelle, das rechte Bein bewegt sich nach vorne und hinten, aber man bleibt auf der Stelle (in der Mitte) mit dem linken Bein. Das Schema ist:
rechtes Bein nach vorne
linkes Bein in der Mitte
rechtes Bein nach hinten
linkes Bein in der Mitte
Dann verlassen alle den Kreis. Die Leitung zählt: „1,2,3,4,1,2,3, 4, ..., “ und alle bewegen sich durch den Raum in diesem Rhythmus, dann gehen wieder alle in den Kreis und zählen zusammen.
Man versucht auch, mit den Händen und der Stimme zu spielen (z.B. sich ein bisschen wie Affen bewegen – „u a a a aa, u a aa“).
Alle machen den Rhythmus mit den Beinen weiter. Jeder überlegt sich ein rhythmisches Muster, dass zum Bass passt (ein Wort, ein paar Wörter, die man verschieden zu dem Rhythmus macht („bum bác lalala“, „šuu up“, „tik tik, ja ja ja“ ...). Diesen Gesang macht jeder vor und alle wiederholen ihn, dann gibt ein anderer das Muster vor.
Danach werden Bewegungen mit Händen hinzugefügt.
Verschiedene Rhythmen sind entstanden (der Rhythmus, der mit Beinen gemacht wird, wurde durch die verschiedenen Zusätze erweitert).
Dann bestimmt die Leitung immer zwei Leute, die dasselbe machen – ein kleines Orchester entsteht.
Zunächst stehen alle im Kreis, die Paare nebeneinander, dann bewegen sie sich durch den Raum und umkreisen einen Tisch. Danach hören sie mit dem Rhythmus der Beine auf und machen den Rhythmus nur mit der Stimme weiter.
Die Leitung wird zu einem Dirigenten – alle hören auf und fangen wieder an, wenn sie das entsprechende Signal gibt.
Danach ganz neu anfangen:
Die Paare machen wieder rhythmisch das, was schon vorher gesagt wurde („tik tik, ja ja ja“, „hoo, ho“, „šuu up“).
Dann stellt man sich dazu vor, was man einfaches in der Küche machen kann (schneiden, vorbereiten, aus dem Kühlschrank nehmen) – eine ganz einfache Aktion, die man einbauen kann. Mit der Aktion kann man gegen den Rhythmus gehen.
Jeder entscheidet sich für eine Bewegung. Alle versuchen die Aktionen rhythmisch zusammen zu machen und dabei auch die anderen zu spüren.
Die Aktion:
so machen, dass man erkennen kann, was das ist
nicht unentschlossen sein, nicht nur auf den Tisch gucken
mit dem Raum arbeiten
man kann dabei auch Geräusche machen:
z.B. Dose öffnen: „quck“, Mixer: „bzzz“
Die Bewegungen werden mit dem Leiter geübt und verbessert.
Dann üben die TN ohne „tik tik ja ja ja“ usw., stattdessen wurde gezählt („1,2,3,4“) und dabei machen sie die Bewegungen – alle auf einmal.

Brainstorming im Kreis
Alle sitzen im Kreis und entscheiden sich zusammen für den Namen des Lieferservices.
Dabei entstehen auch „Mottos“ und Schlagworte, die man weiter benutzen kann.

Schlagwörter
Die Teilnehmer arbeiten in Gruppen und machen zu den Schlagworten eine Intonationsstruktur.
„Wir liefern sofort, sogar ins Hotel“ gemischt mit „Heiß a hned“ und „yeah“ – daraus entsteht ein Sprechchor. Das Orchester wird lauter, stiller.
Intonation und Melodie werden dazu genommen („Heiß A hned, KOMM, ist Heiß a HNED“).
Die Teilnehmer schreiben Wörter / kurze Sätze in beiden Sprachen auf, die sie danach für eine Improvisation benutzen, auf einzelne Zettel (z.B. „Süß, salzig, sauer“ / „Sladký, slaný, kyselý“).
Jeder Teilnehmer bekommt 6 Karten mit Ausdrücken und lässt die Karten vor sich liegen.


Improvisation mit Schlagwörtern
Alle improvisieren auf einmal (für sich) mit den Karten. Sie versuchen die Wörter zu wiederholen und unterschiedliche Melodien und Betonungen auszuprobieren
Daraus entsteht ein Wortgulasch.
Man soll sich eine Intonation, die zum Wort passt, merken (z.B. „Pommes“ wird immer nur auf eine bestimmte Art gesprochen).
Alle spielen wieder gleichzeitig mit den Worten.

Die Strukturen:
Die Gruppe teilt sich in zwei kleinere Gruppen auf.
Jeder Teilnehmer soll in der Gruppe drei Schlagwörter/Phrasen von seinen Karten verwenden (diese Phrasen können auch wiederholt werden) – daraus entsteht eine rhythmische Struktur. Es wird nicht durcheinander gesprochen, sondern man hört zu, was der andere sagt.
Die Teilnehmer merken sich die Struktur – es ist keine Improvisation mehr. Mit den Strukturen wird als mit Musikstück gearbeitet (Rhythmus und Intonation)
Jede Gruppe bereitet insgesamt 2 Stücke vor.

Rhythmus Übung
Alle sitzen am Tisch, zählen „1,2,3,4, umpa, umpa, umpa pa -“ und schlagen dabei mit den Händen auf den Tisch.
Es wird mit dem Rhythmus experimentiert

Rhythmus mit dem Material I:
Alle Teilnehmer sitzen am Boden im Kreis und jeder hat einen ungefalteten Pizzakarton vor sich liegen. Zunächst sind alle leise und ruhig.
Dann fangen sie langsam an, mit den Geräuschen von dem Pizzakarton zu spielen und versuchen verschiedene Geräusche zu entdecken.
Danach zeigt jeder Teilnehmer den anderen, was er/sie interessant findet.
Alle fangen noch mal in der Stille an, allmählich spielt jeder rhythmisch sein Geräusch. Es fängt an mit stillen Geräuschen, die lauten schließen sich später an.
Daraus entsteht ein Rhythmus.

Rhythmus mit dem Material II:
Die Pizzakartons werden von allen Teilnehmern als kleine Trommel benutzt. Sie sind in zwei Gruppen verteilt – alle spielen auf die erste Zählzeit, aber eine Gruppe im Vier-Viertel-Takt, die andere im Drei-Viertel-Takt. Jede 12. Zählzeit schlagen alle zusammen.

Arbeit mit dem Material:
Alle sitzen am Boden im Kreis und jeder hat einen ungefalteten Pizzakarton vor sich hingelegt. Sie versuchen den Karton so schnell wie möglich zusammenzufalten (2x).
Danach gehen alle mit dem Pizzakarton durch den Raum und finden interessante Möglichkeiten, wie man sich mit dem Pizzakarton bewegen kann (z.B. man kann jemanden bedienen oder den Karton von einer Hand auf die andere fallen lassen).

Improvisationen mit Pizzakartons:
Pizzakartons werfen
Zunächst experimentieren die Teilnehmer zu zweit und versuchen die Pizzakartons unterschiedlich zu werfen. Daraus entstehen kleine Szenen. Danach zeigen die Paare den anderen, was sie geübt haben.
Pizzakartons als Requisiten
Die Teilnehmer versuchen die Pizzakartons so zu benutzen, als ob es verschiedene Objekte wären (Flügel, Koffer, Handy, Laptop, Tennisrakete, ...)


Suppenvývarkašpar
Alle Teilnehmer sitzen im Kreis, lesen das Gedicht zusammen und arbeiten mit der Melodie – als ob man eine Geschichte erzählen würde.
Improvisation - Beerdigung:
Lied
Die Teilnehmer arbeiten mit der Stimme: erst mit dem rhythmischen Bass anfangen, dazu improvisieren die anderen eine eigene Melodie. Es ist wichtig, den Bass immer dabei zu haben, damit man improvisieren kann.
Trauerzug
Die Szene „Trauerzug“ wird geprobt. Die Teilnehmer stehen in zwei Reihen nah beieinander, so dass sie den Suppenvývarkašpar (einen Teilnehmer, der vorne in der Mitte steht) fangen können, wenn er nach hinten fällt. Dann nehmen sie zusammen den Kašpar auf ihren Schultern hoch und tragen ihm langsam durch den Raum. Ein Teilnehmer soll vorne mit der Kerze gehen. Das Lied wird gesungen. Wenn das Lied endet, hört erst der Bass auf zu singen, dann die Melodie, die Schreie am Schluss.

Sonntag, der 12.2.2017

Warm-up
Gruppe spüren I:
Alle stehen im Kreis ziemlich weit auseinander. Sie konzentrieren sich und haben einen peripheren Blick – sie können alle Bewegungen in der ganzen Gruppe sehen.
Ein Teilnehmer gibt den Impuls – macht einen Schritt nach vorne, die anderen folgen.
Danach versucht man die ganze Gruppe so gut zu spüren, dass es alle schaffen den Schritt nach vorne gemeinsam zu machen.
Gleich danach gehen alle gemeinsam nach vorne und formen einen kleineren Kreis. Wenn alle da sind, gehen sie wieder zurück und formen den großen Kreis.

Die TeilnehmerInnen sollen einander wahrnehmen!

Gruppe spüren II
Alle stehen im Kreis und versuchen die Aufmerksamkeit zu halten.
Der Impuls ist jetzt ganz groß:
ein bisschen nach oben springen und beim Fallen die Beine anwinkeln, als ob man sich auf einen Stuhl hinsetzen würde, aber die Knie sind weit auseinander, zeigen zur Seite
die Arme ausstrecken, die Handflächen zeigen nach vorne
Man macht diese Bewegung mit ganz viel Kraft, die aus dem Bauch kommt.

Arbeit mit den Masken
Die Teilnehmer machen ihre Masken fertig.
Alle bewegen sich im Raum, es spielt Musik. Sie haben Masken und schwarze Kleidung an und sollen mit dem Raum und mit dem Körper experimentieren.
Man versucht sich im Rhythmus zu bewegen, gegen den Rhythmus zu gehen, schnelle Bewegungen und Pausen zu machen.

Szene mit Masken
Zunächst stehen alle ruhig beieinander, die Augen sind zu. Musik spielt. Die Leitung gibt Anweisungen, steht an der Seite.
Die Teilnehmer sollen minimale Bewegungen machen, sie versuchen verschiedene Körperteile zu bewegen, z.B. Zähne entblößen. Sie verlagern das Gewicht, machen Gesten mit Füßen und Beinen und probieren asymmetrische Haltungen aus.
Sie öffnen die Augen und machen Bewegungen im Raum.
Sie probieren rhythmische Extreme aus und versuchen, skurrile Bewegungen zu machen.
Danach gehen sie mit den anderen in Kontakt. Es kann ein Konflikt entstehen: alle gegen einen.
Alle folgen einem – einem Magier. Die Leitung lässt die Teilnehmer die Szene zu Ende zu bringen.

Durch den Raum laufen
Die Übung vom Vortag wird wiederholt, aber die Leitung steht auf der Seite.
Die Anweisungen werden verändert:
„Eins/jedna“ = Alle Teilnehmer bleiben stehen.
„Zwei“ = Alle springen auf einmal hoch, nicht laut, sondern wie Katzen.
„Drei“ = Alle klatschen gemeinsam.
„Vier“ = Alle sagen gemeinsam „Hned!“.
„Fünf“ = Alle sagen gemeinsam „Heiß!“.

Figuren in der Küche: Szenen
Jeder soll seine Figur definieren, entwickeln: Was braucht sie in der Küche? Was macht sie?
Jeder sucht sich in der Küche 5 Gegenstände, Orte, Sachen (Teller...).
Die Teilnehmer sollen die Figur fühlen und ihre Arbeit in der Küche ausprobieren.
Durch diese Experimente entwickelt jeder eine Szene – eine Tätigkeit, die die Person in der Küche macht.
Danach zeigen alle Teilnehmer zusammen, was sie in der Küche gefunden haben - an zwei Tischen
Die Szenen werden pantomimisch gespielt und den anderen gezeigt:
Jeder Schauspieler zeigt seine Stücke alleine, die andere schauen zu.
Danach raten die anderen, wer die Figur ist, und sagen, was sie verstanden haben und welche Teile der Szene gut funktionieren.
Die Figur erzählt von ihrer Situation, wie alt er/sie ist usw., die anderen können zusätzliche Fragen stellen, um die Figur weiter zu entwickeln.
Diskussion
Besprechung Lieferservice
Alle sollen sich als Hausaufgabe die Namen und familiären Verhältnisse ihrer Figur überlegen, damit man sein Verhalten begründen kann.

In der Küche
Alle probieren, Geräte in der Küche zu benutzten, um die Bewegungen der Figuren besser zu verstehen.



Drittes Wochenende 03.-05.03.2017

Zielsetzung
Nachdem bei den ersten beiden Probenblöcken viel Material gesammelt wurde, ging es im dritten Teil um die Transformation von mehreren Bausteinen zu einem schlüssigen Stück. Hierbei wurde der Fokus darauf gelegt, alle Szenen genau zu proben und aus zu feilen, sowie einen Durchlauf zu spielen. Die Hürde bei diesem Vorhaben, lag in der Unsicherheit der Teilnehmenden, was das Stück als Ganzes betrifft. Nachdem die SpielerInnen in ihren einzelnen Bausteinen eine Sicherheit erlangt hatten, stellte sich bei ihnen die Frage, wie das Stück als Ganzes aussehen kann. Nach den vielen hypothetischen Besprechungen zu diesem Thema an den anderen Probenterminen, war es Hauptaufgabe des dritten Probenblocks konkret zu werden und das Material zusammen zu setzen, um den Teilnehmenden Sicherheit zu geben.

Freitag, der 03.03.2017

Anfangskreis: Orientierung und Information
Alle Teilnehmenden sitzen im Kreis.
Die Gruppenleitung gibt organisatorische Infos und stellt den Tagesablauf vor (was geprobt wird, wann die Teilnehmenden parallel an verschiedenen Szenen arbeiten usw.). Dabei werden Zettel mit den Titeln der einzelnen Szenen in die Mitte des Kreises in der vorgesehenen Reihenfolge gelegt.
Der externe Spezialist, der Geschichtenerzähler Martin Ellrodt, der am nächsten Tag mit der Gruppe arbeiten wird, ist bereits dabei und wird vorgestellt.
Die Premiere wird besprochen.

Wiederholung der Szene Suppenvývarkaspar („Nichts/Níc“)
Alle Teilnehmenden stehen im kleinen Kreis.
Die Szene wird zur Wiederholung von der Gruppenleitung erklärt.
Die Teilnehmenden rezitieren das auswendig gelernte Gedicht zur Wiederholung zusammen, nur die Gruppenleitung hat den Text, um abgleichen zu können. Die Teilnehmenden sprechen das Gedicht so, als ob sie es den Zuschauern an den Tischen erzählen würden.
Der Leitung gibt das Tempo, die Lautstärke und die Stimmlage an, dann wird die Szene durchgesprochen.
Alle Teilnehmenden sollen das Gedicht auswendig lernen, um es alleine sprechen können, nicht nur im Kreis zusammen.
Einzelne Teile des Gedichts werden geübt, dann wieder das Ganze. Ein Teilnehmer spielt den Suppenkaspar. Manche Strophen werden nur von einer Person gesprochen, bestimmte Verse, die sich wiederholen, sagt der Suppenkaspar.
Danach versuchen die Teilnehmenden das Gedicht in einem größeren Kreis zu sprechen.
Sie verlassen den Kreis und wiederholen den Text (zu zweit oder alleine).
Beerdigung: Lied
Der Gesang (Bass, Melodie und Schreie) vom letzten Mal wird geprobt.
Mit dem Bass fängt erst nur ein Teilnehmer ( der „tote Suppenkaspar“) an, dann schließen sich die anderen an, nach einigen Takten kommen die Melodie und die Schreie dazu, es wird genau festgelegt, wer wann was tut!
Beerdigung: Trauerzug
Der Szenenablauf vom letzten Mal wird geprobt.
Der Suppenkaspar bekommt ein Kostüm und steckt zwei Kissen unter das Hemd, um dick auszusehen. In der Szene wird er magerer – die Kissen werden weggenommen wenn er sich weigert, die Suppe zu essen.
Die Verknüpfung mit dem Lieferservice (der Ausgangsszene) wird von der Gruppenleitung erläutert.
Die Szene:
Im Lieferservice wird ein Alarm ausgelöst, weil Jemand „nichts“ bestellt hat.
Alle Angestellten nehmen eine aggressive Haltung ein und sie gehen als „Gang“ mit strengem Blick zu dem jeweiligen Tisch.
Dann bleiben sie stehen – der Teilnehmer, der den Kaspar spielt, stellt sich an das Tischende, alle andere kommen zu ihm und bilden ein „V“. Der Suppenkaspar ist in der Mitte, die Anderen stehen in der Reihenfolge, die für den Trauerzug festgelegt ist.


Sie fangen an das Gedicht zu sprechen, der Kaspar wird magerer.
Achtung: Die Teilnehmenden sollen zu den Zuschauern sprechen, nicht den Boden oder die anderen angucken.
Die zweite und dritte Strophe werden gesprochen, während durch den Raum gegangen wird, wenn der Kaspar spricht, erstarren alle und nehmen Blickkontakt zu ihm auf.
Zur letzten Strophe platzieren sich alle zum Trauermarsch.

Schlagworte/ rhtyhmische Strukturen
Alle Teilnehmenden sitzen im Kreis.
Die Struktur mit den Schlagworten, das Motto des Lieferservices („šup, šup, schnell, schnell“, „heiß a hned, yeah“, ...) vom letzten Mal wird geprobt.
Die Gruppenleitung bestimmt eine konkrete Struktur - die Schlagworte wechseln sich rhythmisch ab.

Löffel-Choreographie
Die Gruppenleitung bestimmt die Abfolge, in der die Leute in einer Reihe stehen, anhand deren Rollen in der Rahmenhandlung.
Die Schlagworte („heiß a hned“, „šup šup schnell schnell“) werden zu einzelnen Bewegungen der Choreographie rhythmisch hinzugefügt.
Die Bewegungen werden synchronisiert – an bestimmten Stellen warten alle aufeinander (z.B. mit dem Löffel in der Luft).
JedeR übt die Choreografie ein paar Mal für sich selbst.
Die Gruppenleitung erklärt die Verknüpfung der Löffel-Choreographie mit der Szene „Am Tisch in der Küche“, die am vorherigen Wochenende geprobt wurde.
Die ganze Choreographie wird nochmal von Anfang an mit den Schlagworten geübt - man schaut, wo Pausen sein müssen, damit alle synchronisiert sind.

Brei Trio + Zustände + Chicken Tikka Masala (Wiederholung vom 1. Wochenende, vorher: Löffel Duos)
Die Teilnehmenden werden in kleinere Gruppen aufgeteilt. Sie arbeiten in verschiedenen Räumen gleichzeitig an Szenen, die an den vorherigen Wochenenden entstanden sind. Die Gruppenleitung berät reihum jede Gruppe.

Samstag, der 04.03.2017
Warm-up:
„Der Raum ist jetzt unsere kleine Welt.“
Raumlauf mit peripherem Blick und fließenden Bewegungen.
Beim Laufen einander in die Augen schauen.
Versuchen, ein relativ zügiges Tempo zusammen zu finden.
Die Gruppenleitung gibt folgende Anweisungen:
Richtung beim Laufen wechseln
mit der Verteilung des Gewichts auf die Füße experimentieren
ein bisschen weicher laufen, fast ohne Geräusche
beim Umdrehen steht man auf den Zehenspitzen
möglichst große Schritte machen – in alle Richtungen
sich wie Monster ein bewegen – die Arme ausstrecken, viel Raum beanspruchen
danach zu Tieren werden: mit 2,3,4 Körperteilen (Beine + Hände oder Kopf) auf dem Boden gehen
manchmal 1 Bein oben
nicht sitzen bleiben
mit anderen in Kontakt kommen

Wach werden
Die Teilnehmenden beobachten, wie der Atem zu Ruhe kommt.
Den Mund offenlassen.
Den Kopf nicht drehen, keine privaten Bewegungen machen, neutral bleiben.
Alle stehen im Kreis.
Mit Fäusten die Schultern leicht abklopfen.
Die Stimme raus lassen, neben der Wirbelsäule klopfen.
Po klopfen
Die Beine aufwecken:
außen von oben nach unten und innen von unten nach oben klopfen (3x)
hinten von oben nach unten, innen von unten nach oben (3x)
die Vorderseite des Körpers hoch klopfen, beim Klopfen auf das Brustbein, die Stimme wieder rauslassen
Arme: innen nach unten klopfen, außen nach oben (je 3x)
Den ganzen Kopf leicht abklopfen
Die Ohren in verschiedene Richtungen ziehen, zuklappen.
Die Haken in den Ohren nach vorne ziehen und gleichzeitig kleine Bewegungen mit dem Kopf machen.
Danach nur kleine Bewegungen mit dem Kopf machen und spüren, wie der Kopf auf dem Gelenk wackelt.


Yoga: die 8 Richtungen der Wirbelsäule:
Die Teilnehmenden stehen im Kreis und verwurzeln die Füße fest im Boden. Der Übungsablauf (wie bereits früher beschrieben) wird 3 Mal wiederholt.
Sich einen Widerstand vorstellen, gegen den man die Arme öffnet - nicht einfach die Arme fallen lassen.
Zwischen einzelnen Runden kann man einmal hochspringen und beim Landen sehen, wie die Füße genau unter den Hüften landen, um seinen parallelen Stand zu finden.
Progression: die “Balancevariante”
Bei dieser Variante steht man so, dass das rechte Bein vor dem linken verschränkt ist, Füße nah zusammen, Beine ganz eng. Danach anders herum – man dreht sich nach links um 360°. Das linke Bein ist vorne, verschränkt über dem rechten und das Vorgehen der Übung mit dieser Beinstellung wiederholen.
Beim Vorbeugen zum „Tisch“: die Arme hinten nach oben strecken, die Daumen verknoten, seufzen, den Kopf hängen lassen.
im Kreis:
Die Beine in verschiedene Richtungen schütteln – zusammen rhythmisch nach hinten, nach vorne, nach rechts und links. Der Kopf und der Rumpf bewegen sich jeweils in die entgegengesetzte Richtung.
Danach gleichzeitig ein Bein schütteln und den anderen Arm „ausrollen“, bis zu den Fingerspitzen – das Bein und der Arm machen zusammen eine Bewegung nach vorne, Bein schüttelt, Arm /Finger rollen auf. Zunächst nach vorne, dann zur Seite – linkes Bein mit rechten Arm und umgekehrt. ( Koordinationsübung)
Stabilität
Alle Teilnehmenden stehen im kleinen Kreis, aber so, dass jeder genug Platz für die Übung hat. Jeder stützt sich auf die Schultern der Nachbarn, um Stabilität zu gewinnen.
Der rechte Fuß malt eine „8“ auf dem Boden – alle gleichzeitig zusammen. Dann vorne das Knie beim Malen nach oben heben.
Wenn das Knie vorne oben ist, macht es einen Halbkreis. Man versucht einen möglichst großen Kreis in der Luft zu machen.
Danach das Bein nach vorne und nach hinten schwingen.
Mit dem anderen Bein wiederholen
Alle versuchen dabei, zusammen zu atmen und die Bewegungen synchron auszuführen.

Gesicht und Stimme aufwärmen
Alle Teilnehmenden stehen im Kreis, die Gruppenleitung macht mit und gibt Anweisungen:
das Gesicht mit den Händen reiben
gähnen: so, dass alle Zähne zu sehen sind
kauen:
Schnitzel „essen“
Banane – die ganze Banane auf einmal „essen“
In eine Zitrone beißen
Eine einzelne Spagetti schlürfen
Erdnüsse zwischen den Zähnen haben
heiße Kartoffel im Mund

Hände auf den Bauch legen, das Gesicht entspannen und wie Hunde hecheln – man soll das Zwerchfell fühlen
leckeres Eis essen und dabei die Stimme raus lassen: „mmmaaa“
seufzen: „ah“
ungeformten Ton „ha“ zweimal raus lassen
Die Luft braucht einen freien Weg: weicher Körper, Kopf gerade halten.
Obwohl alles entspannt ist, bleibt der Blick wach.
verschiedene ungeformte Töne raus lassen:
„ha ha ha“
„ha ha“
„haaa“
„hamma“
„mmm a“
„mmm ma ma ma ma ma“
„hammm ma ma ma ma“
„ma ma ma ma“
„ma ma ma ma ma“

Den Ton schicken:
Die Teilnehmenden schicken den Impuls (Silben: „ma ma ma“, „ma ma ma ma ma“), den die Gruppenleitung geschickt hat, weiter - zu jemand anderem im Kreis.
Die Teilnehmenden schicken die Silben voller Überzeugung, auch wenn man sie falsch sagt.
Checken, ob man dabei Falten im Gesicht macht, denn diese tragen nicht zur Qualität der Stimme bei.
Das Schicken des Tons kann man mit einer Geste unterstützen.
Resonanzen spüren.

Den Ton der Leitung nachmachen:
Die Gruppenleitung macht die Töne vor, alle Teilnehmenden machen sie zusammen nach.
„ft hey“
„hey hey“
„kš kš kš“
“ptk”
“ptk ft kš”
“he he he he“
“hey du” “ty tam”
“hey du da”
“hey du da drüben“
Alle nacheinander schicken einen Impuls mit jeweils unterschiedlicher Melodie, alle andere machen es nach:
„poď komm“, „koooomm“, „iiii“, „iii jajaja“, ...



Einführung ins Erzählen: Martin Ellrodt (Geschichtenerzähler)
Alle Teilnehmenden sitzen im Kreis.
Der Geschichtenerzähler macht eine Einführung zum Thema Erzählen, erklärt worum es überhaupt geht.
Erzählen:
Alle können erzählen, wenn man aber bewusst erzählt, macht man oft auch etwas, was dabei gar nicht nötig ist.
Die Teilnehmenden sollen in der Sprache erzählen, in der sie sich wohl fühlen.
Erzählen funktioniert gut, wenn man das, was man erzählt, selbst im Kopf imaginieren kann.

Imaginationsübung
Alle sitzen im Kreis.
Ein Begriff wird gesagt, die Teilnehmenden beschreiben, was sie sich konkretes unter dem Begriff vorstellen – was sie sehen und fühlen, wo man ist, welche Farben da sind.
Sie können die Augen zu haben, wenn es hilft.
Immer 2-3 Leute beschreiben den selben Begriff (jeder sieht, fühlt und hört etwas anderes), danach wird ein neuer Begriff gesagt.
Die Begriffe sind z.B.: „Wald“, „Wasser“, „Gebäude“, in zweiter Runde z.B.: „tanzen“, „sich verabschieden“, „essen“, „arbeiten“.
Die Teilnehmenden können sich Zeit lassen, wenn nicht gleich ein Bild entsteht.

Für das Erzählen sind Energie und Präsenz wichtig: man muss die Sprache als Zuhörer nicht verstehen, damit man weiß, ob jemand beim Erzählen präsent ist oder nicht.
Als Zuhörer*innen erzählen wir mit: im Kopf entstehen Bilder, in denen nicht nur das, was erzählt wurde, zu sehen ist, sondern auch eigene Assoziationen.
Wenn Erzählen funktioniert, fühlen die Zuhörenden die Emotionen des Erzählenden.
Beim Erzählen ist man mit einem Bein in der Geschichte, mit dem anderen in der gemeinsamen Gegenwart.

Geschichtenerzählen: Übung
Die Teilnehmenden werden in zwei gleich große dt-cz gemischte Gruppen verteilt. Eine Gruppe bleibt beim Erzähler, die andere verlässt den Raum.
Der Geschichtenerzähler erzählt eine Geschichte auf Englisch, damit es alle in der Gruppe verstehen. Die Teilnehmenden hören zu. Danach haben sie Zeit, noch mal in der Geschichte spazieren zu gehen, sich alles vorzustellen.
Gruppentausch, der Erzähler erzählt eine andere Geschichte.
Dann kommen beide Gruppen zusammen und die Teilnehmenden formen dt-cz Paare – immer eine Person von der ersten und eine von der zweiten Gruppe. In den Paaren erzählen sie sich einander die Geschichte, die sie gerade gehört haben. Man erzählt in der Sprache, in der es einem angenehm ist - es ist nicht wichtig, dass der Zuhörende die Sprache versteht. Es geht um das Erzählen, und die anderen verstehen einen Teil auch nonverbal.
Danach setzen sich alle Teilnehmenden in einen Kreis.
Reflexion und Auswertung (Wie hast Du dich als Erzähler*in gefühlt? Was hat Spaß gemacht? Was war schwierig?)

Pizza-Szenen an den Tischen
Die Teilnehmenden proben die Szenen vom vorherigen Wochenende.
Dann zeigt jedes Paar die eigene Szene an einem Tisch, alle anderen spielen die Zuschauer*innen.
Nach jeder Szene Reflexion, ggf. wird die Szene mehrmals, mit verschiedenen Änderungsvorschlägen, geprobt.
Die Änderungen werden aufgeschrieben.

Beim Erzählen die Zuschauer angucken, nicht die ganze Zeit auf den Tisch blicken.
Die Struktur der Szene klarmachen – worum geht es in der Szene?
Es ist leichter die Szenen ohne festen Text zu spielen, weil es um Erzählen geht.
Es ist wichtig, in den Szenen einen klaren Endpunkt zu machen, damit klar ist, dass die Szene zu Ende ist.
Man sollte damit rechnen, dass die Zuschauer sich am Gespräch beteiligen wenn man z.B. Fragen stellt.
Gruppenzusammenarbeit: Gleichzeitig klatschen
Alle stehen im Kreis.
Der Impuls wird von einem Teilnehmenden zum anderen geschickt:
Die Gruppenleitung fängt an – schickt den Impuls in eine Richtung los: Man klatscht gleichzeitig mit der Person, die neben einem steht. So wird reihum, immer gleichzeitig, geklatscht.
Quer durch den Kreis: Der Impuls muss nun nicht mehr an den Nachbarn gegeben werden, sondern kann beliebig im Kreis verschickt werden.
Dann das Signal wieder in eine Richtung im Kreis schicken, aber es wird nicht der Person geschickt, neben der man steht, sondern der übernächsten. Jetzt müssen immer drei Personen zusammenarbeiten – die, die das Signal schickt, klatscht zusammen mit der übernächsten Person. Die, die in der Mitte ist, geht in die Knie. Danach gleich wieder nach oben – sie hat das Signal und schickt es weiter im Kreis (die Person, die vorher die übernächste war, geht in die Knie). So wird das Klatschen im Kreis weitergeschickt.
Dann Richtungswechsel.

Wiederholung des Mottos
Alle Teilnehmenden stehen im Kreis, und die Struktur mit den Schlagworten wird geübt (šup šup, schnell, schnell, ...).
Dabei werden zunächst Text, Rhythmus und Gruppeneinteilung geklärt, dann wird geprobt.

Wiederholung süßer Brei (Hrnečku vař)
Die in einer Kleingruppe entwickelte Choreographie zum Text vom süßen Brei (vom ersten Wochenende) wird der Gruppe gezeigt und geprobt.

Gemeinsame Geschichte (Der süße Brei)
Alle Teilnehmenden sitzen im Kreis.
Die Leitung erklärt, an welcher Geschichte gearbeitet wird: die Grimm-Geschichte „Der süße Brei“ mit Modifikation nach Janosch (dieselbe Ausgangssituation mit dem Topf, aber die Familie fängt an, den Brei zu verkaufen, sie verdienen Geld und wissen nicht, wofür sie das Geld ausgeben sollen).
Zur Einstimmung: als Gruppe bis 20 zählen
Alle stehen dicht zusammen, sind wach für die anderen.
Es wird zusammen von 1 bis 20 gezählt. Die Teilnehmenden zählen nicht gleichzeitig, immer nur eine Person kann die nächste Zahl sagen, nach Gefühl so, dass nicht zwei Leute auf einmal die Nummer sagen. Wenn es passiert, fängt man von vorne an zu zählen.
Die Geschichte entwickeln
Die Teilnehmenden sitzen im Kreis.
Es wird nacheinander eine kurze Sequenz der Geschichte erzählt. Wenn man mit der Sequenz fertig ist, schickt man es mit einer großen Geste weiter an den Nachbarn. Dabei darf man die Geschichte beliebig modifizieren, solange man sich an die Vorgaben der Anderen hält, die vor einem gesprochen haben.
Brainstorming
Wie könnte die Geschichte enden?
Danach nochmal zusammen im Kreis so erzählen, dass man zum Ende kommt.
Die Reihenfolge, in der erzählt wird, ist dann nicht wichtig – es erzählt der, der weitererzählen will.
Dann arbeiten die Teilnehmenden an der Geschichte ohne Leitung:
Wie kann man die Geschichte zweisprachig erzählen?
Sie verteilen untereinander die wichtigen Punkte der Geschichte, die sie beim Erzählen erwähnen sollen.
Zusammen erzählen
Die Teilnehmenden sitzen nebeneinander auf einer Bank, jeder hat auf seinem Zettel nur die wichtigsten Punkte, die man erzählen muss, damit die Geschichte funktioniert. Sie fangen an zu erzählen.

Dann erzählen sie ohne Zettel.

Wenn einer erzählt, sollen die anderen zuhören, immer wach sein und den Kopf zu der Person drehen, um die Aufmerksamkeit des Publikums zu lenken.
Wenn alle auf der Bühne zu den Erzählenden blicken, funktioniert es wie eine Brücke für die Zuschauer zu der Person, die erzählt. Die Blicke der Darsteller lenken die Blicke des Publikums.
Keine privaten Bewegungen, alle sind auf der Bühne präsent, auch wenn sie nicht sprechen!
Es wird versucht, kein Loch entstehen zu lassen, sondern gleich nacheinander zu erzählen.
Die Leitung klatscht, wenn eine Erzählsequenz zu Ende ist, damit der nächste weiß, dass er weitererzählen soll.
Die Teilnehmenden denken sich den letzten Satz der Geschichte (zweisprachig) zusammen aus.
Dann wird die ganze Szene aufgeschrieben.


Patterns
Alle Teilnehmenden stehen im Kreis und suchen sich eine Person aus, der sie das Wort „du / ty“ immer schicken werden. Dabei muss eine „Kette“ entstehen, niemand darf zwei mal ausgesucht werden. In der ersten Runde können hierfür alle, die schon ausgesucht wurden, eine Hand auf den Kopf legen. Jeder merkt sich die Person.
Dann sich noch Mal eine andere Person aussuchen, zu der man einen Begriff (Assoziation) zum Thema Frühling sagt – jeder denkt sich einen aus.
Die Impulse werden losgeschickt – zu einer Person mit „du“, zu der anderen mit dem Begriff. Zwei Muster laufen im Kreis gleichzeitig, man darf den Impuls nur zu der vorher ausgewählten Person schicken.
Die Person, die den Impuls schickt, ist verantwortlich, dass es der andere sieht und reagiert (wenn nicht, muss man das Wort wiederholen).
Modifikation: statt „du“ zu sagen, geht man zu der Person und nimmt ihren Platz ein
Ein drittes Muster wird hinzugefügt – ein Begriff zum Thema „Essen“.
Alle Muster parallel laufen lassen.
Die Teilnehmenden lassen sich Zeit, um konzentrierter zu sein und keine Fehler zu machen.

Peinliche Geschichten („Aperitif“)
Alle Teilnehmenden sitzen im Kreis und erinnern sich an die peinlichen Geschichten, die sie am ersten Wochenende erzählt haben.
Man kann auch die Geschichte einer anderen Person erzählen.
Sie formen Paare und verteilen sich im Raum. Sie erzählen einander ihre Geschichte. Jeder hat pro Runde 2,5 Minuten, dann erzählt der andere.
In der ersten Runde erzählt man die Geschichte so, wie man sie erinnert – egal in welcher Sprache.
In der zweiten Runde erzählen alle im Dialekt oder als Klatsch – übertreiben. Dafür suchen sie sich neue Partner.
Alle im Kreis:
Auswertung: die Teilnehmenden vergleichen die erste und die zweite Runde
Dritte Runde: Alle, die in der ersten Person erzählt haben, erzählen nun aus der Perspektive eines anderen Charakters, der in der Situation war. Alle, die noch nicht aus der Ich-Perspektive erzählt haben, versuchen dies. Man soll versuchen die Geschichte aus einer anderen Perspektive zu sehen.
Alle im Kreis:
Reflexion: Hat sich etwas verändert? Was?


Sonntag, der 05.03.2017
Anfangskreis: Orientierung und Information
Der Tagesablauf wird besprochen.
Die Teilnehmenden zeigen mit dem Arm, wie es ihnen geht (je höher der Arm ist, desto besser).
Es ist wichtig, dass alle vor den Wochenenden die Texte (aufgeschriebene Szenen) durchgehen, damit man nicht von Null anfangen muss.

Warm-Up
Die Teilnehmenden kommen zu zweit zusammen.
Gegenseitig den Rücken massieren:
mit den Händen den anderen hinten am Rücken von oben massieren, nach unten an den Nieren schnell reiben, sodass man es wie ein Feuer spürt
mit den Händen die Fersen von oben zum Boden ziehen
über die Fußrücken zur Spitze streichen, als ob man die Schnürsenkel aufmachen wollte
die Knie weich mit den Händen massieren
sich dicht hinter den Partner stellen und mit den Händen über das Schlüsselbein und die Schultern streichen
den Partner durch den Raum ein paar Schritte alleine gehen lassen, dann Rollentausch

Die Person, die vorne ist und massiert wird, kann sagen, was sich gut anfühlt.
weich stehen.
Nicht quatschen, anwesend sein. In Kontakt mit der anderen Person kommen.
Raumlauf
Alle Teilnehmenden gehen durch den Raum, die Gruppenleitung gibt Anweisungen:
Man versucht auf den Fersen, Fuß-Innenkanten, Außenkanten und Spitzen zu gehen.
Rückwärts (vorsichtig) und dann wieder vorwärts gehen.
„Durch Sand gehen“ – man fühlt den Sand zwischen den Zehen.
Man konzertiert sich auf die Füße, aber gleichzeitig nicht vergessen, den Augenkontakt mit anderen zu halten, man soll nicht auf den Boden gucken.
Die Lippen zu lassen, jemanden treffen, stehen bleiben, Lippen öffnen.
Die Lippen offenlassen – jemanden treffen, Mund schließen.
Das schließt den Kommunikationskanal – es ist wichtig, das zu spüren.
Man kann die andere Person besser wahrnehmen, wenn man offen ist.
Mit offenen Lippen kann man jederzeit sprechen und ist rezeptiv – man muss nicht erst den Mund öffnen.

Wach werden
Alle stehen im Kreis und strecken wie eine Katze. Man arbeitet auch mit dem Gesicht, die Knie sind weich.
Den Kopf senken.
Sich bewegen und mit jemandem den Platz wechseln.
Asymmetrische Bewegungen finden.
Den Mund offen lassen – so ist es einfacher zu atmen.
Auf den Boden kommen, herumrollen, nicht liegenbleiben, fließend sich auf dem Boden bewegen, rollen.
Dann sich vom Boden mit verschiedenen Körperteilen wegdrücken.
Keiner bleibt an derselben Stelle.
Zu zweit:
mit jemandem Rücken an Rücken sitzen bleiben - zu zweit einen guten Punkt finden, damit man nicht rutscht.
Die Augen sind zu.
Man versucht den Atem zu spüren.
Gähnen
Seufzen
Ein bisschen drücken, ganz leicht, ganz wach (Rücken an Rücken).
„Mmm“ - Resonanz spüren
mit dem Oberkörper nach vorne beugen und die unteren Rücken zusammenbringen – damit keine Maus dazwischen durchgehen kann.
Von dem untersten Punkt, den man zusammen hat (beide vorgebeugt am Boden), den Rücken aufrollen, dass man dann so viel Kontakt wie möglich hat.
Die Arme ausstrecken, die Fingerspitzen berühren sich.
Mit den Unterarmen an einer Seite zusammen auf den Boden kommen, dann sich mit dem Unterarm vom Boden wegdrücken, das gleiche auf der anderen Seite.
Dann zurück zur Mitte kommen.
Die Köpfe kommen in Kontakt.
Die Unterarme wieder runterbringen – sich umdrehen so, dass die Köpfe zusammenbleiben und man gegeneinander auf allen Vieren ist.
Die Rückseite der Köpfe zusammenbringen und auf den Boden legen, dann zurück rollen.
Zusammen aufstehen: die Hände erst am Boden haben, dann sich bei den Füßen erheben. Die Köpfe bleiben zusammen.
Verschiedene Möglichkeiten ausprobieren, wie man nach oben kommen kann während sich die Köpfe weiter berühren. Jedes Pärchen findet eigenen Weg.

Im Kreis:
Alle Teilnehmenden stehen im Kreis so, dass sie genug Platz für die Übung haben.
Erst den rechten Arm nach rechts ausrollen.
Den Kopf zu der Seite legen, dann nach vorne – in der Bewegung auch den linken Arm ausstrecken so, dass beide Arme abgespreizt sind. Dann zur linken Seite ziehen, nach hinten, wieder nach rechts und kippen – beide Arme fallen lassen, sich vorbeugen. Man bewegt sich mit dem Körper kreisförmig.
Dann sich aufrollen und in der anderen Richtung – mit dem linken Arm anfangen.

Gemeinsame Geschichte („mehr Brei“)
Alle Teilnehmenden sitzen auf der Bank und erzählen die gemeinsame Geschichte vom vorherigen Tag (mehr Brei).
Nicht vergessen, die Körperspannung und den Blick zum Erzählenden zu halten.
Auf den Anschluss achten.

Suppenkaspar („Nichts/Nic“)
Die Szene wird geprobt.
Eine Person gibt das Signal zum Anfangen: einatmen, beim Ausatmen fangen alle mit dem Gedicht an.
Wenn der Kaspar spricht, gucken alle ihn an, er hat die Aufmerksamkeit.
Die Artikulation ist sehr wichtig.
Die Szene wird dann mit der Ausgangsszene „Lieferservice“ geprobt.

Probe: Löffel-Choreographie
Die Choreographie wird geprobt. Die Teilnehmenden haben alle Requisiten, Masken und Kostüme dabei.
Danach wird die Szene aufgeschrieben.
Die Kostüme werden besprochen.


Viertes Wochenende 24.-26.03.2017

Zielsetzung
Nachdem an den ersten drei Probenwochenenden Material gesammelt wurde und das Hauptaugenmerk hierbei darauf lag, ob die Szene, beziehungsweise der Ablauf, wie geplant funktioniert, ging es beim vierten und letzten Probenblock um die Tiefe der Szenen. Aus dem bloßen Ablauf sollten lebendige Szenen gemacht werden. Hierzu wurden Durchläufe gespielt, um eine gewisse Routine zu bekommen und die Konzentration der Teilnehmenden vom technischen Vorgehen zum energetischen Spiel zu lenken. Aber besonders wurde jede Szene einzeln geprobt und zum Teil so verändert, dass die Tiefe, die in den vergangenen Proben gefehlt hatte, hergestellt werden konnte.

Freitag, der 24.03.2017
Information & Orientierung
Alle Teilnehmenden sitzen im Kreis.
Die Gruppenleitung fragt die Teilnehmenden, wie es ihnen geht. Alle im Kreis sagen ein paar Sätze, um anzukommen.
Linda Straub, die Expertin des Wochenendes, wird vorgestellt.
Die Gruppenleitung gibt organisatorische Infos und stellt den Tagesablauf vor. Sie beschreibt die Unterschiede zwischen verschiedenen Theaterformen ordnet das Stück ein.

Warm-up
Alle stehen im Kreis.
Mit Fäusten die Schulter leicht abklopfen.
Die Arme aufwecken:
innen von der Schulter bis zur Hand abklopfen, dann den Arm umdrehen und außen von der Hand bis zur Schulter klopfen (jeden Arm 3x)
Die Beine aufwecken:
außen von oben nach unten und innen von unten nach oben klopfen (3x)
hinten von oben nach unten, vorne von unten nach oben (3x)
Mit der Hand über die Stirn nach rechts und nach links streichen.
Einen ungeformten Ton bilden, neben der Wirbelsäule klopfen.
Die Stimme aufwärmen:
seufzen
gähnen
„mma“ – klingen lassen
kauen
Einen Impuls schicken:
Alle Teilnehmenden improvisieren eigene Worte, die mit Geschmack zusammenhängen, und schicken den Impuls an jemandem im Kreis.
Das Schicken des Tons wird mit einer Geste unterstützt.

Raumlauf
Wenn man jemandem begegnet, den Mund öffnen, dann wieder schließen.
Reflexion: Alle Teilnehmenden kommen in den Kreis und die Gruppenleitung fragt sie nach ihren Gefühlen und Erkenntnissen.
Noch einmal durch den Raum gehen. Wenn man jemandem begegnet, den Mund öffnen, dann etwas sagen.
Man soll nichts vorher vorbereiten. Es ist egal, was man sagt. Wenn der Mund offen ist, ist man immer bereit zu sprechen, und es ist leichter, eine Konversation zu beginnen.

Immer präsent sein, die Anderen wahrnehmen.
Den Kopf gerade halten.
In einem runden Kreis bleiben, damit man alle anderen sehen kann.
Aufpassen, dass die Szenen ein klares Ende haben.
Man soll damit rechnen, dass die ZuschauerInnen nicht immer das tun, was man erwartet. Wenn sie eine Aufgabe bekommen, arbeitet jeder in seinem Tempo.
Das Ende jeder Szene muss klar gekennzeichnet sein, die Zuschauer sollen sich nicht genötigt fühlen, klatschen zu müssen.
Die Szenen funktionieren gut, wenn sich die ZuschauerInnen zur Kommunikation eingeladen fühlen.
Persönlich zu den Zuschauenden sprechen, in die Augen schauen.
Pizzaszenen
Die Teilnehmenden gehen in die Gruppen, in denen sie die Pizzaszenen spielen. Sie haben Zeit, die Szenen zu besprechen und sollen sich entscheiden, wie sie sich von den Rollen der Ausgangsszene „Lieferservice“ verwandeln, und wie sie zum Tisch kommen.
Die Szenen werden geprobt. Ein Paar spielt am Tisch, alle anderen sind die Zuschauer.
Nach jeder Szene kommt eine Reflexion – alle können Kritik äußern. Unklare Stellen werden besprochen.

Chicken-Tikka-Masala
Die Szene „Chicken-Tikka-Masala“ wird gespielt.
Reflexion: danach wird die Szene bearbeitet. Erst wird sie in „Slow Motion“ gespielt, dann können die Zuschauer schätzen, wie oft es die zwei Teilnehmer schaffen, wenn die Choreographie 3x so schnell gespielt wird.

Geburtstagsgeschichte
Die Szene wird erst besprochen, dann gespielt.
Feedback: Es wäre schön, wenn in die Zuschauer bei „Happy Birthday“ auch mitsingen könnten. Man kann den Text einen Pizzakarton hinein schreiben.

Samstag, der 25.3.2017
Warm-Up
Alle Teilnehmenden stehen im Kreis.
Augenkontakt mit den Anderen halten.
„Tanzen“: (im Kreis)
die Gruppenleitung fängt an, mit dem Zeigefinger der rechten Hand zu tanzen (bewegen), alle machen mit
man kann im Kopf die eigene Lieblingsmusik hören
danach tanzen:
alle Finger
die Hand
der Unterarm
der Ellbogen
der ganze Arm
und wieder nur der Ellbogen
dann noch einmal anfangen:
der Zeigefinger tanzt
der Zeigefinger der linken Hand kommt dazu
alle Finger
beide Hände
ganze Arme – die Ellbogen
die Schultern
die Brust
die Hüfte – ganz wild, nicht nur im Kreis bewegen
die Knie zusammenbringen, Hände auf Knie legen, der Hintern tanzt
Immer präsent sein, die Anderen wahrnehmen.
Den Kopf gerade halten.
In einem runden Kreis bleiben, damit man alle anderen sehen kann.

„Die Äpfel sammeln“:
Alle stehen im Kreis und zählen zusammen bis 10:
abwechselnd streckt man den linken und den rechten Arm nach oben, der ganze Körper reckt sich (bei 1,3,5,7,9 geht der rechte Arm nach oben, bei 2,4,6,8,10 der linke)
danach die Arme und den ganzen Körper abwechselnd nach rechts und nach links ausstrecken (wieder bis 10 zählen)
dann die Arme abwechselnd nach vorne ausstrecken (bis 10 zählen)
dann nach unten: ein Arm geht nach unten, der Andere zeigt nach oben (bis 10 zählen)
Die ganze Struktur 4x wiederholen, so dass man zum zweiten Mal nur bis 8 zählt, dann bis 6, 4 und 2.
Alle Bewegungen immer gleichzeitig zusammen durchführen.
Das Gesicht mit den Händen aufwecken.
Die Arme, den Bauch und die Beine schnell und kräftig abklopfen, alles aufwecken.

Raumlauf
Alle gehen durch den Raum und die Gruppenleitung gibt folgende Anweisungen:
man konzentriert sich auf sich selbst
der Blick bleibt wach
„du bist da, siehst alles, hast den ganzen Raum im Blick“
alle versuchen, gleichmäßig im Raum verteilt zu sein
Neutraler Gang
versuchen, in einer neutralen Körperhaltung zu sein
optimale Schritte finden (der neutralste Schritt, den man machen kann) – nicht zu lange, nicht zu kurze Schritte machen
Die Gruppenleitung hat alle im Blick, beobachtet und kommentiert, wenn jemand z.B. zu lange Schritte macht. Sie gibt folgende Anweisungen:
nicht stampfen
locker sein
eine optimale Mitte für die Hüfte finden
der Körper trägt sich wie von selbst durch den Raum
ihr nehmt alles, was im Raum ist wahr
die Hüfte wird weder nach vorne noch nach hinten geschoben
die Schultern:
sind locker
hängen lassen, entspannen (wenn man die Schultern entspannt, hängen auch die Arme)
sind nicht nach vorne vorgebeugt, auch nicht zu viel nach hinten - die optimale Mitte finden
der Kopf ist neutral, gerade (hängt nicht)
das Gesicht ist locker
Die Teilnehmenden lernen, dass die Figuren auf der Bühne nicht sie selbst sind, die Figuren haben nicht die gleichen Bewegungen und Körperhaltungen wie sie im Privatleben.
Der Blick bleibt die ganze Zeit wach. Alles auf einmal wahrnehmen, alles im Blick haben.

Alle kommen in den Kreis und reflektieren, wie es für sie war.
Die Gruppenleitung erklärt, dass man mit Hilfe des neutralen Gangs an der Figur arbeiten kann. Man hat die Tendenz, private Bewegungen auf der Bühne zu machen, aber es ist wichtig neutral zu bleiben.
Die Körperhaltung der Figuren entwickeln
Alle Teilnehmenden gehen durch den Raum. JedeR wird an der Figur arbeiten, für welche er/sie selbst einen Charakter an den vorherigen Wochenenden entwickelt hat.
Zunächst neutral laufen, dann langsam den neutralen Schritt in den Schritt der Figur verwandeln. Alles andere bleibt neutral.
Beim Laufen überlegen sich die SpielerInnen:
wie lang die Schritte der Figur sind
Jeder hat eigenes Tempo, man soll sich nicht von anderen beeinflussen lassen.
ob die Figur die Hüfte vorne, hinten oder neutral hat - damit rumspielen, experimentieren
ob der Brustkorb vorne oder hinten ist
ob der Kopf mehr Richtung Himmel oder Boden zeigt
ob die Figur alles im Blick hat, oder ob sie „faul“ ist - mit dem Blick rumspielen

Nicht angespannt sein, locker bleiben.


Alle Spieler gehen durch den Raum und die Gruppenleitung gibt Anweisungen:
Wenn sie schnippst, sind alle wieder neutral (wach bleiben, alles im Raum wahrnehmen).
Beim nächsten Schnippen sind alle wieder im Charakter.
Typisch …
1. Tätigkeit
Die Spieler bleiben in der Körperhaltung der Figur und versuchen eine Tätigkeit zu finden, die für die Figur typisch ist – eine Bewegung, die sich wiederholen kann (kratzen, mit dem Ring spielen, ...)
Alle bleiben an dem Ort, wo sie beim „Freeze“ der Leitung stehen geblieben sind, und wiederholen die Bewegung (wie eine „Loop“). Die Leitung schaut sich alle an, prüft sie auf die Umsetzbarkeit auf der Bühne und kommentiert.
2. Tätigkeit
Die SpielerInnen finden noch eine zweite Tätigkeit, die der ersten nicht ähnelt.
Die Gruppenleitung schaut sich alle an.
Die Bewegungen sollen einen klaren Anfang und ein deutliches Ende haben.
3. Tätigkeit (Rhythmus)
Die Spieler versuchen, einen Rhythmus mit einem Körperteil zu machen. Es ist eine Bewegung, die man rhythmisch wiederholen kann. Sie kann klein/groß, langsam/schnell sein.
Die Figur ist im Stand-by-Modus und macht nur das, was man für den Rhythmus braucht.
Die Gruppenleitung kommentiert und hilft den Teilnehmenden, die Bewegungen zu verbessern: sie fragt, wie es gemeint ist und beschreibt, wie es von außen aussieht.
Die Tätigkeiten verbinden
Eine Hälfte der SpielerInnen stellt sich in eine perfekte Linie. Sie stehen neutral, der Kopf ist gerade.
Alle andere sind die Zuschauer.
Wenn die Gruppenleitung schnippst, werden die SpielerInnen, die an der Reihe sind, zu ihrem Charakter – sie bleiben in der Linie stehen, aber verändern die Körperhaltung.
Beim nächsten Schnippen sind alle wieder neutral.
Die Veränderung sollte sofort kommen.
Die Spieler versuchen einen effektiven Weg zu finden, wie man in den Charakter kommt – nicht schneller, aber effektiver. Sie sollen sich dessen bewusst sein, was sie machen.
Feedback: Die Gruppenleitung und die anderen Teilnehmenden kommentieren, wie die Anderen wirken, beschreiben die Charaktere, die sie sehen.
Wenn die Teilnehmenden wieder neutral sind, sollen sie präsent sein, alles im Blick haben.
Gruppentausch:
Die zweite Gruppe formt eine perfekte Linie und es wird alles so geübt, wie mit der vorherigen Gruppe.
Dann wird die erste Tätigkeit in der entsprechenden Körperhaltung gemacht. Die Haltung der Figur ist der Ausgangspunkt.
Dann wird die zweite Tätigkeit geübt, danach der Rhythmus.
Gruppentausch:
Die Tätigkeiten werden mit der ersten Gruppe geübt.
Die Gruppenleitung kommentiert.
Beide Gruppen haben Zeit, sich die Bewegungen zu merken.
Danach formen alle eine Linie und üben die „Choreographie“ der Tätigkeiten gleichzeitig. Die Gruppenleitung sagt zur Orientierung an, was gemacht werden soll (neutral sein/1./2./3. Tätigkeit).
Strukturen
Die Teilnehmenden werden in 2 Gruppen eingeteilt, und die Strukturen vom vorherigen Wochenende werden geprobt.
Die Gruppenleitung hilft den Gruppen, die Strukturen zu verbessern.
Nach einigen Textdurchläufen, versuchen die Teilnehmenden, durch den Raum zu laufen und dabei die Strukturen zu proben. Wenn man spricht, bleibt man stehen.
Dann gehen beide Gruppen durch den Raum und sagen gleichzeitig zwei Strukturen.
Eine Gruppe macht weiter, die Teilnehmenden der anderen Gruppe verteilen sich im Raum und setzen sich auf den Boden – werden zu den ZuschauerInnen.
Das Publikum soll direkt angesprochen werden.
Die Gruppenleitung gibt Feedback.
Die Teilnehmenden sollen mit der Geschwindigkeit spielen – manchmal schneller, manchmal langsamer sein.
Die Strukturen werden mit Kostümen und Masken geprobt. Beide Gruppen spielen gleichzeitig.
Wenn man im Rahmen der Strukturen den Zuschauern eine Frage stellt, sollte man bei ihnen stehen bleiben, damit sie sich tatsächlich angesprochen fühlen.
Die ZuschauerInnen sollen immer etwas zu Sehen haben, um sich wohl zu fühlen.
Der Anfang der Vorstellung
Platzierung der Gäste
Die Teilnehmenden warten am Anfang in einer Linie auf die ZuschauerInnen – wenn ein Gast kommt, geht einer zu ihm und stellt ihm eine Frage. Je nach Antwort werden die Zuschauer zu einem der Tische geführt.
Die Teilnehmenden müssen dabei flexibel denken: wenn ein Tisch schon besetzt ist, muss man eine andere Frage stellen.
Wenn man nach der Platzierung der ZuschauerInnen zurückgeht, soll man schauen, an welchen Tischen noch Platz ist.
Eine Person muss immer bei der Tür stehen, damit da immer jemand ist, wenn Jemand kommt.
Der Teilnehmer, der den letzten Zuschauer an den Tisch gesetzt hat, gibt ein Signal – klatscht. Alle bleiben neutral stehen. Dann kann man mit den Strukturen anfangen.
Alle Requisiten für die nächste Szene muss man an der Seite vorbereitet haben (die Löffel für die Löffelchoreographie).
Der ganze Anfang wird geprobt:
die Löffel vorbereiten
die ZuschauerInnen kommen (Gruppenleitung und Fotograph) und werden zu den Tischen geführt
der Teilnehmer, der den letzten Zuschauer zum Platz gebracht hat, gibt das Signal
Strukturen
Ein Spieler sagt den ersten Satz einer Struktur, dann fangen alle an durch den Raum zu gehen und die Strukturen zu sagen.
Die Spieler sind in den Rollen – jede Figur hat eigene Gangart.
Ein bestimmter Teilnehmer platziert den Eimer für die Löffelchoreographie, sagt „šup šup“ – wenn der Eimer fällt, holen sofort alle ihre Löffel und bilden eine Linie.
Der Übergang von den Strukturen zu der Löffelchoreographie wird mehrmals geübt, sodass die Linie gerade ist und schnell gebildet werden kann.
Löffelchoreographie
Die Choreographie wird geübt.
Wenn eine unerwartete Situation eintritt, erklärt die Gruppenleitung, wie sich die Spieler verhalten sollen (z.B. wenn es jemand nicht schafft, an seiner Stelle zu stehen)
Die Choreographie wird in einem langsameren Tempo geübt, sodass alle synchron sind.
Es ist wichtig, dass alle die Choreographie so gut können, dass sie sich nicht nur auf die Bewegungen konzentrieren müssen.
Wach sein, am Anfang nicht den Blick in eine Richtung vergessen.
Man soll jede Bewegung ernst nehmen, exakt sein.
Alle machen die Bewegungen gleichzeitig. Man soll die anderen Teilnehmenden wahrnehmen, nicht schneller als der Nachbar sein.
Samurai: Spiel
Alle Teilnehmenden stehen im Kreis.
Alle sind wach und konzentrieren sich. Die Handflächen sind vor der Brust zusammengelegt. Alle atmen gleichzeitig ein und sagen „ommm“ so lange, bis irgendjemand anfängt.
Es fängt so an, dass jemand beide Arme schnell nach oben streckt - die Handflächen bleiben zusammen, und schreit „Ha!“. Seine Nachbarn müssen dann gleichzeitig von den Seiten neben ihm mit den Armen schwingen (die Handflächen bleiben zusammen), als ob man ein Schwert halten würde. Dabei schreien beide gleichzeitig „Ha!“. Der, der in der Mitte steht, schickt den Impuls weiter – mit zusammengelegten Händen zeigt er auf jemanden im Kreis und schreit „Ha!“.
Der, der den Impuls bekommen hat, streckt die Arme nach oben, schreit „Ha!“ und so geht das Spiel weiter, bis jemand einen Fehler macht. Dann lachen alle („hihihihi“), und das Spiel fängt wieder an – alle konzentrieren sich und sagen gemeinsam „ommm“.
Alle Bewegungen sind energetisch und schnell.
Bei „Ha!“ sollte man die Stimme rauslassen.


Fortsetzung: der Anfang der Vorstellung
Es wird weiter geprobt, wo vor der Pause aufgehört wurde (nach der Löffelchoreographie).
Motto
Das Motto („Wir liefern sofort sogar ins Hotel…“) vom vorherigen Wochenende wird geprobt. Alle sind in Kostümen, ohne Masken.
Dabei gehen die Spieler durch den Raum und verteilen die Speisekarten an die ZuschauerInnen. Wenn man spricht, sollte man stehen bleiben. Am Ende der Szene stehen alle in einer Linie.
Szene: Warten
Alle stehen in der Linie, jede Figur in ihrer Ausgangshaltung. Am Anfang der Szene machen die Figuren nichts außer der Stand-by-Haltung, dadurch sollen die ZuschauerInnen dazu animiert werden, sich Szenen an ihre Tische zu bestellen.
Alle Figuren machen die 3 Tätigkeiten, die an diesem Tag entwickelt wurden. Jeder entscheidet sich für eine feste Reihenfolge der Elemente.
Die Figuren sollen Augenkontakt mit dem Publikum haben, damit klar ist, dass sie auf Anrufe aus dem Publikum warten.

Die Gruppenleitung erklärt, wie die Aufführung weitergehen soll.

Trio Brei / Chicken Tikka Masala / Wasser / Zustände
Die Teilnehmenden werden in Gruppen eingeteilt und arbeiten gleichzeitig an verschiedenen Szenen.
Die Leitung hilft den Gruppen, die Szenen zu verbessern.
Dann werden die Szenen gezeigt. Alle, die nicht spielen, sind ZuschauerInnen.
Reflexion: alle sitzen im Kreis und besprechen die Szenen
Es ist immer besser, die ZuschauerInnen als Verbündete zu haben.
Wenn es z.B. im Rahmen einer Szene nötig ist, dass die ZuschauerInnen aufstehen und ihren Platz verlassen, ist es besser, sie mit dem Grund bekannt zu machen und sie nicht einfach zu zwingen.
Peinliche Geschichten - Aperitif
Es sollen die peinlichen Geschichten geprobt werden.
Die Teilnehmenden werden in 2 Gruppen eingeteilt.
1. Gruppe = Zuschauer
Sie sitzen am Tisch, wo noch ein Platz frei ist.
2. Gruppe:
Die Teilnehmenden stehen in einer Linie – der, der dran ist, setzt sich an den Tisch zu den Zuschauern und fängt an eine Geschichte zu erzählen.
Die 1. Gruppe hört zu. Wenn sie nicht mehr an der Geschichte interessiert sind, weil sie beispielsweise nicht gut erzählt ist, kann man einfach „weiter“ sagen und die nächste Person aus der Linie ist an der Reihe. Die Person, die weggeschickt wurde, stellt sich wieder hinten an. Das wird drei Mal mit allen wiederholt, dann Gruppenwechsel.
Reflexion: alle besprechen, was beim Erzählen funktioniert hat.

Information & Orientierung
Unklare Stellen im Ablauf der Vorstellung werden besprochen.

Frühstück-Szenen
Alle Teilnehmenden sitzen am Tisch und bereiten ein herzhaftes Frühstück vor: sie experimentieren mit verschiedenen Zutaten (Käse, Brot, Weintrauben, ...) und basteln hübsche Häppchen.
Es wird ausprobiert, was kombiniert werden kann und was man einkaufen und vorbereiten sollte.
„Frühstück“ kann man dann in der Vorstellung als eine Szene bestellen.
Das selbe wird mit süßen Zutaten ausprobiert.
Suppenvývarkaspar („Nichts/Nic“)
Alle Teilnehmenden sitzen im Kreis.
Die Melodie und das Gedicht werden durchgesprochen und geübt.

Sonntag, der 26.3.2017
Anfangskreis
Die Gruppenleitung stellt Fragen, die Teilnehmenden zeigen die Antwort mit dem Arm: hoch = gut/viel, unten = schlecht/wenig:
Wie geht es euch?
Wie müde seid ihr?
Wie voll vom Frühstück seid ihr?
Die Gruppenleitung stellt den Tagesablauf vor.

Warm-Up
Alle stehen im Kreis und die Gruppenleitung gibt folgende Anweisungen:
gähnen
sich in alle Richtungen ausstrecken, dabei die Stimme raus lassen
sich nach vorne vorbeugen, als ob man auf einem großen weichen Ball liegen würde
dann sich zurückbeugen, die Arme sind oben, als ob man den Ball über dem Kopf halten würde
auf Zehenspitzen stehen, die Arme näher zusammen über dem Kopf bringen, als ob man einen kleinen Ball halten würde
mit den Knien und Hüften in verschiedene Richtungen locker bewegen
das gleiche dann mit Händen und Füßen – rollen und wegdrücken
spüren, dass die Füße genauso beweglich sind wie die Finger
verschiedene Orte finden, wo man die Füße belasten kann – innen, außen

Übung mit dem Körpergewicht:
rechtes Bein ist vorne, man beugt sich vor und bleibt locker hängen, das Gewicht ist vorne, der ganze Körper ist weich
dann das Gewicht auf das linke Bein, das rechte Bein geht nach hinten und man verlagert sich nach hinten, hängen bleiben
einmal wiederholen
das rechte Bein beim Körper hochheben, das Knie zeigt nach oben
dann mehrmals fallen lassen
der ganze Körper bleibt locker
das Ganze noch mal, aber mit dem linken Bein vorne anfangen
mit dem ganzen Körper leicht schütteln
die Schultern abklopfen
neben der Wirbelsäule klopfen, die Stimme raus lassen
die Beine aufwecken:
außen von oben nach unten und innen von unten nach oben klopfen (3x)
hinten von oben nach unten, vorne von unten nach oben (3x)
die Brust mit Fäusten abklopfen
die Arme aufwecken:
innen von der Schulter bis zur Hand abklopfen, dann den Arm umdrehen und außen von der Hand bis zur Schulter abklopfen (jeden Arm 3x)
das Gesicht und den Nacken massieren
Die Stimme aufwärmen:
„mnja mnja“
die Lippen erst ohne Ton vibrieren lassen, danach mit der Stimme, den Ton unterstützt man mit Gesten
so lange der Atem geht, geht auch die Stimme
gähnen, so dass man auch die oberen Zähne sieht
die Zunge gegen die unteren Zähne abstützen und dabei „nanana“ sagen, man streckt sich, dabei sind die Hände über dem Kopf verbunden
“ha ma ma ma maa”
die Resonanz spüren, wie die Lippen vibrieren
der ganze Körper ist wach
„iii ja ja ja mamama lalala“, dabei den Ton mit der Hand unterstützen, die Bewegung geht von oben nach unten
Die Leiterung nachmachen:
die Gruppenleiterung macht die Töne vor, alle Teilnehmenden machen sie zusammen nach
„hiijajajálalalaamamamaaa“
„hej“
„ft“
„ft hej“
“ft hej hej hej hej”
“kš kš kš“
„p“ (übertreiben)
„ptk kš“
„ft kš ptk“ (im Rhythmus)
„ft kš ptk ft hej“
Man soll die Anstrengung im Bauch spüren – der Ton kommt von dem Ort, den man spürt, wenn man wie ein Hund schnell atmet.

Zu zweit:
Die Teilnehmenden klopfen sich gegenseitig ab und massieren sich, beide sollen dabei die Stimme raus lassen.
Yoga: Die 8 Richtungen der Wirbelsäule
Alle Teilnehmenden stehen im Kreis und machen die Yogaübung, dabei:
den Mund offenlassen
hochspringen, stabile Position finden mit parallelen Füßen
lächeln
Durch den Raum gehen:
mit den Fußsohlen auf dem Boden gleiten, mit Gewicht arbeiten
auch mit den Armen bewegen, der ganze Körper ist locker
die Stimme dabei raus lassen („ua“, „schuu“)
zum Laufen manchmal auch die Arme nutzen, eine Weile auf allen vieren gehen, dann wieder normal
man kann sich auf dem Boden mit verschiedenen Körperteilen bewegen, sich rollen
dabei sagt man Schlagworte, die in der Vorstellung benutzt werden („heiß a hned“, „šup šup schnell schnell“)
alle bewegen sich wild auf dem Boden und rezitieren dabei das Gedicht „Suppenvývarkaspar“
Suppenvývarkaspar („Nichts/Nic“)
Die Szene und der Übergang von der Ausgangsszene werden mit Kostümen geprobt.
Danach sitzen alle Teilnehmenden im Kreis und rezitieren das Gedicht zusammen, sie versuchen mit der Stimme zu arbeiten.
Mehr Brei
Man fängt mit der Ausgangsszene (im Lieferservice) an.
In dieser Szene wird jedeR einen Apfel schneiden, dafür müssen 7 Kartons und 7 Messer vorbereitet sein.
Die Gruppenleitung erklärt die Szene und gibt Anweisungen:
man muss die Requisiten perfekt vorbereitet haben: die Messer sind am Anfang in den Pizzakartons versteckt
man soll mit den Messern aufpassen
alle Pizzakartons sind mit Symbolen markiert, damit man weiß, welche man in dieser Szene nutzen soll
am Anfang der Szene bringt ein Teilnehmer alle Kartons und Äpfel
in der Szene muss jeder wissen, wo genau man in der Linie sitzt
man schneidet den Apfel während des Erzählens
Alle Teilnehmenden versuchen, den Apfel zu schneiden.
Die Szene wird mit Kostümen und Requisiten geprobt.
Feedback:
Alle sitzen im Kreis. Die Leitung reflektiert und macht klar, wofür man bei der Aufführung verantwortlich ist, um welche Requisiten sich man kümmert.

Simulierte Vorstellung
Alle bereiten sich auf den Durchlauf vor.
Alle stehen im Kreis und besprechen die Requisiten.

Man darf keine Requisite benutzen, die man da nicht hingestellt hat.
Die Requisiten sollen immer übersichtlich platziert sein.
Die ZuschauerInnen dürfen nur Pizzakartons sehen, keine anderen Requisiten, die etwas verraten, sonst wäre der Zauber vorbei.
Die Vorstellung wird simuliert, die Gruppenleitung und die Gäste von diesem Wochenende sind ZuschauerInnen und machen Notizen.
Wenn ein Problem entsteht, wird die Vorstellung unterbrochen, und die Gruppenleitung erklärt, was man in der Situation machen soll.

Spiel: Hände klatschen
Alle Teilnehmenden sitzen auf dem Boden in einem kleinen Kreis.
Man hat beide Hände am Boden, ein Arm ist über den Arm des Nachbarn gelegt, so dass die zwei Hände nebeneinander sind, der zweite Arm liegt unter dem Arm des zweiten Nachbarn, die Hände liegen nebeneinander verschränkt.
Es wird ein Signal in eine Richtung geschickt – man klatscht mit der Hand auf den Boden. Es geht darum, in der richtigen Reihenfolge zu klatschen, die Hand nicht zu früh zu bewegen.
Wenn jemand mit der Hand zweimal schnell hintereinander klatscht, wird die Richtung gewechselt.
Wenn jemand einen Fehler macht, muss man die entsprechende Hand aus dem Spiel nehmen.
Die zwei SpielerInnen, die im Kreis als letzte bleiben, gewinnen.


3 das fertige Stück
Das Ergebnis der vier Probenblöcke ist ein interaktives, zweisprachiges Theaterstück. Eine Besonderheit ist die halboffene Form: Es gibt zwar Szenen, die fest vereinbart sind, allerdings ist die Abfolge ungewiss. Diese bestimmen die Zuschauenden, indem sie Szenen, die auf den ausgeteilten Speisekarten stehen, bestellen.
Die Rahmenhandlung des Stücks ist der Lieferservice „heiß a hned“, in dem das Publikum zu Beginn einzeln begrüßt und, je nach Essensvorlieben, einem Platz zugewiesen wird. Dann beginnt ein kurzes Intro, wo sich die Angestellten im Lieferservice präsentieren können und dem Publikum die Funktionsweise des Stücks klar gemacht wird. Dann dürfen per Handyanruf Szenen bestellt werden, von denen manche zentral für alle und andere an den jeweiligen Tischen gespielt werden. Sind alle Szenen gespielt oder ist die vereinbarte Dauer der Aufführung erreicht, endet das Stück mit einem „Festmahl“, das der Reflexion dient, da die ZuschauerInnen ihre Erkenntnisse und Meinungen zum Stück auf die Tischdecke schreiben dürfen während Wasser zum Anstoßen und kleine Knabbereien verteilt werden.
Im folgenden wurden einige Szenen herausgegriffen, deren Entstehung über die vier Probenblöcke hinweg interessant sind. Nach einer kurzen Beschreibung der jeweiligen Szene wird im folgenden kurz die Entwicklung dieser erläutert.

3.1 Nichts /Suppenvývarkaspar


Wenn eine Person aus dem Publikum nichts bestellt wird in der Küche eine Art Alarm ausgelöst. Sofort zieht sich die gesamte Belegschaft etwas schwarzes über und geht empört auf die jeweilige Person zu. Um zu demonstrieren was passiert, wenn man nichts bestellt, wird der Suppenkaspar gespielt. Der Kaspar (im Lieferservice eigentlich der Chef) stopft sich Kissen unter sein Hemd, um dick auszusehen, die Anderen beginnen das bekannte Gedicht (auf čojč, tschechisch und deutsch) zu rezitieren. Nach jeder Strophe wird dem Kaspar ein Kissen aus dem Hemd gezogen und er wird immer magerer und schwächer. Am Ende des Gedichts stirbt er und fällt um, die anderen SpielerInnen, die zu diesem Zeitpunkt in einem V stehen, fangen ihn auf, tragen ihn auf den Schultern und gehen als Trauerzug durch den Raum. Währenddessen wird ein Lied gesummt, womit der Kaspar beginnt, nach und nach steigen die anderen Stimmen mit ein und hören versetzt auf. Am Ende der Szene mahnt der Kasper, der nun wieder zum Küchenchef geworden ist, die Person, die nichts bestellt hatte.
Die Initiierung der Szene begann bereits am ersten Wochenende als die Projektleitung eine čojče Version des Suppenkaspargedichts verteilte. Dieser Text wurde dann zunächst einige Male gesprochen, Aussprache, Betonung und Tempi geübt, sowie Textpassagen an einzelne SpielerInnen verteilt, beziehungsweise einzelne Abschnitte als Tutti geübt.
Am zweiten Probenwochenende wurde der Fokus weg vom ersten Part, in dem das Gedicht gesprochen wird, zum Trauermarsch gelegt. Hierbei wurde zuerst die Melodie improvisiert und dann festgelegt. Im Anschluss wurde eine erste Version des Trauermarsches skizziert und bereits Einzelheiten zur Aufstellung festgelegt.
Beim dritten Probenblock wurde die Szene erstmals ganz geprobt und auch an Feinheiten gearbeitet, nachdem es bei den anderen Proben eher um den grundsätzlichen Aufbau ging. Außerdem wurde über die Einbettung der Szene in das Stück gesprochen. Beim vierten und letzten Probenblock wurde die Szene weiter wiederholt und Einzelheiten gefestigt.
Es lässt sich feststellen, dass die Szene bei allen Proben aufgetaucht ist und relativ geradlinig an ihr gearbeitet wurde. Das heißt, es wurde sich einem Baustein nach dem Anderen gewidmet, zu erst Sprache, dann Choreografie und zuletzt Feinheiten. Zwischen den Probenwochenenden hatten die SpielerInnen die Möglichkeit, den Text zu lernen, was die Szene „Nichts“ zu einem im Probenprozess immer wieder auftauchenden Element macht, an dem alle arbeiteten.

3.3 Chicken Tikka Masala und Zustände
Diese beiden Szenen sind Choreografien für zwei Personen, wobei beide SpielerInnen einen Löffel haben. Während die Szene Zustände in Zusammenhang mit der Rahmenhandlung des Lieferservices steht und schlechte Arbeitsbedingungen sowie fehlende Aufstiegschancen thematisiert, kann das Publikum bei Chicken Tikka Masala wetten, wie oft die beiden Akteuere es schaffen, eine bestimmte Choreografie in maximalen Tempo durchzuführen. Obwohl die beiden Szenen auf den ersten Blick nichts gemein zu haben scheinen, da es keine inhaltlichen Überschneidungen gibt und sich auch die Bewegungsabläufe stark unterscheiden, entspringen beide Szenen der selben Initiierung. Bereits am ersten Abend des ersten Wochenendes bekam die Gruppe die Aufgabe, in Zweiergruppen, mit zwei Löffeln ausgestattet, eine kurze Choreografie zu entwickeln, die schon bei ihrer Präsentation das erste Mal durch Verbesserungsvorschläge aus dem Plenum geändert wurden. Während die beiden Szenen am darauf folgenden Probenblock nicht geprobt wurden, bekamen sie am dritten Wochenende Tiefe: In Kleingruppen mit zwei Projektleitungen wurde an diesen Szenen intensiv gefeilt. Zustände hatte bis zu diesem Zeitpunkt keine Geschichte, doch durch das Spielen mit Tempi und dem Fokussieren auf einzelne Bewegungen, wurde aus einer Abfolge von Bewegungen eine kleine Geschichte, die die Teilnehmenden mit ihren Rollen in der Rahmenhandlung verbinden konnten. Auch Chicken Tikka Masala war bis zu dieser intensiven Probe nur eine kurze Bewegungsabfolge. Aufgrund der gründlichen Bearbeitung dieser Szenen am dritten Wochenende wurden am vierten lediglich Feinheiten nachjustiert.
3.4 mehr Brei


Die Szene „mehr Brei“ kann bestellt werden, nachdem bereits „süßer Brei“ bestellt wurde. Letztere entstand ursprünglich, genau wie Zustände und Chicken Tikka Masala, aus einem Löffel Duo. Die Choreografie wurde mit der Geschichte des Märchens „der süße Brei“ von den Gebrüdern Grimm verbunden. Die darauf aufbauende Geschichte „mehr Brei“ wird von allen SpielerInnen zentral erzählt: Alle sitzen dem Publikum auf einem langen Tisch gegenüber, schneiden Äpfel und erzählen abwechselnd. Inhaltlich ist es eine übertriebene und ausgeschmückte Version des Grimm Märchens. Die Szene wurde sowohl auf inhaltlicher als auch auf struktureller Ebene bereits am ersten Probenwochenende initiiert. Die SpielerInnen probten, abwechselnd Geschichten zu erzählen, ohne sich zu widersprechen oder Teile auszulassen, außerdem wurde geprobt gleichzeitig Kartoffeln (später wurden diese durch Äpfel ausgetauscht) zu schälen und den Anderen bei ihrem Teil der Erzählung zu zu hören.Und auch der inhaltliche Grundstein wurde gelegt, indem die Projektleitung das Märchen und die längere Version von Janosch, mit straker Klimax Richtung „Gier“, vorlas. Zu diesem Zeitpunkt wurden zwar schon die grundlegenden Zutaten bereit gelegt, aber für die Teilnehmenden hatte es noch nicht den Anschein, dass aus diesen eine Szene entstehen wird.
Erst am dritten Wochenende wurde die Geschichte vom Brei und das gemeinsame Erzählen wieder aufgenommen, als Geschichtenerzähler Martin Ellrodt als Experte zu Besuch war. Zunächst wurde in der Gruppe überlegt, wie die Geschichte vom süßen Brei nach Janosch Vorbild modifiziert werden könnte. Nachdem eine gemeinsame Geschichte gefunden wurde wurde geübt, die Geschichte gemeinsam und abwechselnd zu erzählen. Am vierten Wochenende kam das Element des Essen Vorbereitens hinzu: Es wurde geprobt, die Geschichte wachsam und ansprechend zu erzählen, aber gleichzeitig den Apfel nicht außer Acht zu lassen.
4 Fazit
Abschließend lässt sich zur Inszenierung des Theaterstücks der čojč kumpanie folgendes sagen: Zwar ist der Begriff „theaterpädagogische Inszenierung“ in gewisser Weise ein Widerspruch, da eine Inszenierung einen Regisseur, der das Sagen über die Akteure hat, suggeriert und bei einem theaterpädagogischen Prozess eine Gruppe, hier Jugendlicher, ihre eigenen Visionen mit den künstlerischen Mitteln des Theaters und der Hilfe einer Projektleitung umzusetzen versucht (vgl. Hillinger, 2008). Dennoch soll im folgenden das Vorgehen der Leitung als maßgebende Kraft bei der Inszenierung in diesem produktorientertem Prozess, der oben bereits ausführlich beschrieben wurde, kurz zusammen gefasst werden.
Zunächst wurde die Gruppe als solche gestärkt und eine Reihe von Einheiten zur Gruppenwahrnehmung und -dynamik durchgeführt. Gleichzeitig wurden bereits zu Beginn des Prozesses Grundbausteine für das fertige Stück gelegt. Natürlich gab es Ausnahmen, wie beispielsweise die Frühstücksszenen, bei denen einem Tisch im Publikum von zwei SpielerInnen süße oder salzige Kleinigkeiten zubereitet wurden, während eine kleine Sprachanimation stattfand. Diese Frühstücksszenen wurden relativ spät im Prozess und ohne lange Probenzeit entwickelt, da sie keine tiefen Inhalte oder komplizierte Choreografien hatten. Die Mehrheit der Szenen wurde jedoch ähnlich wie nach Hillingers Inselprinzip entwickelt: Dies sieht zu Beginn der Probenzeit breit angelegte Improvisationen beziehungsweise Initiierungen vor, bei denen viel Spielmaterial entsteht. Einzelne Materialien werden ausgewählt und ausführlicher weiter entwickelt. Diese entwickelten Szenen werden Inseln genannt. Unterschiedliche Kombinationen verschiedener Inseln ergeben dann das fertige Theaterstück. Hilliger schreibt, dass es aus Zeit- und Kraftgründen der Gruppe nicht möglich sei, das komplette Spielmaterial zu Inseln zu machen, aber auch das Auswählen und neu Kombinieren der Inseln schafft neue Perspektiven (ebd.). Auch die kumpanie hat besonders beim ersten Probenblock viel Spielmaterial durch breit angelegte Aufgabenstellungen der Leitung produziert, von denen nicht das Ganze, aber durchaus die Mehrheit, zu Inseln verwandelt wurde. Auch Beispiele für unterschiedliche Kombinationen sind zu finden. So entstand die Szene „Zustände“ durch die Kombination einer Löffel-Choreographie mit der Rahmenhandlung und die Szene „süßer Brei“ ebenfalls durch die Kombination einer Löffel-Choreographie mit dem Grimm-Geschichte „süßer Brei“. Hillinger beschreibt die Inseln als Boden und die gestalterischen Entscheidungen, wie die eben als Beispiel erwähnten, als Netz, auf dem man sich im Prozess weiter nach vorne bewegen kann. Voraussetzung für das gemeinsame Bewegen auf jenem Netz und für das selbstständige Entwickeln von eigenen Szenen ist ein Überblick, den die Projektleitung bereits früh geben muss, um eine Richtung vorzugeben, an der sich die Teilnehmenden orientieren können und schnell befähigt werden, selbst Szenen einzuordnen und sich einzubringen (ebd.). Da die Leitung bereits am ersten Wochenende einen präzisen, aber dennoch mit Freiheiten belassenen Überblick über das Stück, das in dem Prozess entstehen soll gegeben hat, konnten engagierte TeilnehmerInnen schnell, zum Teil auf eigener Initiative hin, Szenen entwickeln, die sich gut in das Aufführungskonzept einfügen ließen. Ein Beispiel hierfür ist „Geburtstag Spezial“, eine Szene in der ein „Geburtstagskind“ aus dem Publikum einen kleinen Kuchen mit einer Kerze darauf bekommt und die „Geburtstagsengel“, die diesen überliefern ein Geburtstagslied in zwei Sprachen singen. Diese Szene wurde ohne Initiation der Projektleitung erfunden und dann direkt von den SpielerInnen in das Stück eingefügt.
Nach der Initiation der ersten Szenen wurde weiter an diesen geprobt, um den SpielerInnen Sicherheit zu geben und später eine Tiefe der Szenen zu erreichen. Allerdings wurde nicht an jeder Szene gleich intensiv gearbeitet. So gab es Szenen, wie „Nichts“, die an jedem Probenwochenende durchgegangen wurde, aber es gab auch Szenen, wie Chicken Tikka Masala, die ihre Bedeutung erst am dritten Wochenende bekam. Hillinger schreibt dazu, dass nicht an jeder Szene gleich intensiv gearbeitet werden muss, da es oft Gestaltungshöhepunkte gibt, wie bei der kumpanie die Szene „Nichts“, dafür aber andere Szenen etwas wackeliger sind (ebd.). Zusammengefügt ergeben die Szenen eine besondere Dynamik, die aus der Gruppe heraus kommt.


5 Literaturangabe
Hillinger Dorothea (2008): Theaterpädagogische Inszenierungen. Beispiele – Reflexionen – Analysen. Schibri-Vlg

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2048 Human Radikal

2084: humán radikál
18.-31.05.2021
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