Der 12. Jahrgang der Konferenz „Volary und der Todesmarsch - Multikulturelle Erziehung in der Praxis“ fand vom 10. bis 11. Mai 2019 statt und auch Čojč beteiligte sich mit einem eigenen Beitrag.

Habt ihr schon von den Stolpersteinen gehört?
Wusstet ihr, dass im vergangenen Jahr im Gymnázium Česká 64 in Budweis in einem raffinierten Versteck eine Botschaft gefunden wurde, die am 5.10.1938 geschrieben wurde, also am Tag des Rücktritts des tschechischen Präsidenten E. Beneš, eine Woche nach Abschluss des Münchner Abkommens?
Möchten Sie an dem extremen Fernmarsch teilnehmen, den Frauen und Mädchen im J. 1945 unfreiwillig unternehmen mussten, um die Anteilnahme an ihrem Tod auszudrücken?

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Auf der Konferenz präsentierte Čojč das Theater- und Dokumentationsprojekt Schwanenmostek LabutíBrückl 1938: die Grenzland revisited und stellte mittels kurzen Videopräsentationen die Aktivitäten und die Bedeutung des Theaternetzwerks Böhmen Bayern vor. Kurze Videoaufnahme aus dem Projekt hier: https://www.cojc.eu/de/projekte/55-schwanenmostek-labutibrueckl-1938-grenzlandkultur-revisited

Traditionell wurde die Konferenz von Jan Klimeš, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Prachatice, und Zdeněk Krejsa, Direktor des KreBul-Vereins, eröffnet. Einige Redner kamen aus Deutschland und aus der Slowakei, die Beiträge waren sehr vielfältig. Oft erwähnt wurden Wörter Holocaust und Konzentrationslager, Nationalsozialismus und Faschismus, Todesmarsch und Juden, aber auch Zeitzeugen und Wiederherstellung jüdischer Friedhöfe, Mut und Helden der Kriegszeit, Gedenkmärsche und Verehrung, Zusammenarbeit und gute Beziehungen. Unter den Rednern waren Stefan Pöhlmann, Bürgermeister von Helmbrechts; Stanislav Motl, Journalist, Schriftsteller; Antonín Sekyrka, Direktor im Gymnázium Budweis. Die Gründerin der Konferenz, Jaroslava Krejsová, die Autorin von "Über Volary ging der Tod: der Todesmarsch durch die Augen von Zeugen", war auch anwesend. Am Ende der Konferenz wurden im Rahmen der Gedenkfeier Blumensträuße auf Gräber des jüdischen Frauenfriedhofs in Volary gelegt.

Ich verließ die Konferenz mit 3 Fragen:
Haben wir nicht zu früh auf das Leiden und die unersetzlichen Verluste des Zweiten Weltkriegs vergessen?
Ist die Ideologie des rechtsextremen Totalitarismus in der Gesellschaft nicht zu stark?
Werden wir Frieden, das europäische Miteinander und die Demokratie bewahren?

3 Abschiedszitate:
Marcus Tullius Cicero: "Geschichte ist ein Lehrer des Lebens."
Indira Gandhi: "Geschichte ist die beste Lehrerin mit besonders unaufmerksamen Schülern."
Bertrand Russell: "Die Geschichte der Welt ist eine Sammlung von vermeidbaren Ereignissen."

Jitka Eliášková

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