Čojč Pädagogika

 

[*sprich: tscheutsch = tschechisch und deutsch]

Ich - Wir - Diversität: Wege in eine demokratische Jugendgruppe

11.-14.3.2021 in der Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Babenhausen

"Ich-Du-Wir, Thema, Rolle, Perspektivwechsel, Konflikt und Lösung - Aspekte einer diversitätsbewussten Jugendarbeit, in Theaterprojekten und darüber hinaus"

Ich bin ich, du bist du. Wir sind… anders? In einer Gesellschaft in der große Worte wie Freiheit, Demokratie, Diversität, soziale Gerechtigkeit, oder Solidarität - durchaus berechtigterweise - immer häufiger in Ausschreibungen und Agendas der Jugendarbeit zu finden sind, stellt sich die Frage, wie aus sperrigen Floskeln konkrete Umgangsformen werden können, die diverse Perspektiven und Hintergründe nicht nur tolerieren, sondern bewusst als solche erkennt und auf eine respektvolle, sowie offene Weise befördert, wodurch aus unterschiedlichen Ansichten eine gelebte Demokratie werden kann.

In einer deutsch-tschechischen Gruppe erforschen wir, wie diversitätsbewusste Kommunikation auch über Sprachbarrieren hinweg in Jugend(theater)projekten gelingen kann. Wie kann ich als Theaterpädagog:in, oder allgemeiner als Jugendleiter:in mit meiner heterogenen Gruppe an einem Thema arbeiten und dabei Diversität nicht als schwierige Zusatzaufgabe empfinden, sondern von den multiperspektivischen Ansichten und Hintergründen der Gruppe profitieren? Wie kann ich den Teilnehmenden die Möglichkeit bieten zu reflektieren, ihre eigenen Perspektiven zu Rekontextualisieren und dadurch Mut zu gewinnen, Diversität anzugehen und für eine demokratische Gesellschaft einzustehen?

Konkret gliedert sich das Fortbildungsprogramm in 8 methodische/inhaltliche Blöcke

  1. theaterpädagogische elementare Animation: nonverbales Anleiten, schnell und unkompliziert miteinander spielen
  2. Perspektivwechsel mit Methoden nach Anne Sophie Winkelmann
  3. Soziometrie: Meinungen und Beziehungen räumlich darstellen und in einen Austausch kommen
  4. Plenumsdiskussion: Moderation und Arten der Konfliktlösung
  5. Theoretischer Hintergrund: Abschnitte und Funktionsweisen von Gruppendynamiken
  6. offener Austausch im Kolleg:innenkreis: Wie profitieren wir von Diversität?
  7. Raum für Experimente: die Fortbildungsteilnehmer:innen wenden die Inhalte in Kleingruppen an
  8. Reflexion der Methoden und Erlebnisse

 Die Fortbildung beginnt am 11.3. mit dem Abendessen und richtet sich an Theaterpädagog:innen, Jugendleiter:innen, Studierende und sonstige interessierte Personen, die Lust haben ihre eigene Perspektive auf den Kopf zu stellen, an der eigenen Diversitätssensibilität zu arbeiten und “kultiviert zu streiten”. Die Fortbildung setzt sich zusammen aus Phasen des thematischen Inputs, des Spiels, der Reflexion, sowie Phasen des Transfers in eigene Arbeitsbereiche und kollegialen Austausch.

Zur Fortbildung sind Akteure aus Deutschland und Tschechien eingeladen. Die gesellschaftlichen Perspektiven beider Länder sollen in Bezug auf das Thema in den Blick geraten und die Frage der interkulturellen Kommunikation thematisiert werden.

Die Fortbildung ist eine Kooperationsveranstaltung mit dem čojč [sprich: tscheutsch für česky und deutsch] Theaternetzwerk Böhmen-Bayern, das seit 20 Jahren Jugendtheaterprojekte durchführt und mit den Jahren ein eigenes Methodenrepertoire entwickelt hat.

Konditionen und Anmeldung

Natürlich hoffen wir, dass die Fortbildung wie geplant in Präsenzform stattfinden kann. Da das Infektionsgeschen sich leider nicht langfristig planen lässt, wird 2 Wochen vor Beginn der Fortbildung bekannt gegeben, ob die Fortbildung a) in Präsenzform, b) als Hybridvariante oder c) ganz digital stattfinden wird.

Die Teilnahmegebühren belaufen sich in jedem Fall auf 80,00€. Sollte die Durchführung in Präsenzform stattfinden können sind dort Unterkunft und Verpflegung bereits enthalten.

Anmeldung per Mail an Roswitha Lüer für deutschsprachige Teilnehmer:innen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

tschechischsprachige Teilnehmer:innen: Karel Hájek - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Konzept und Leitung

Valentina Eimer

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Karel Hájek

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